Geschrieben von ski am 24. August 2012
Kultur und mehr
Einen standesgemäßen Auftakt erhielten die Bad Lauterberger Jubiläumsmusiktage am Mittwoch durch das Leipziger Quartett Opus4. Die vier Musiker lieben ihr schwerfälliges Instrument, die Posaune - so sehr, dass sie von Bach bis Gershwin alles nur Denkbare auf Tenor-, Alt- und Bassposaune intonieren.
"Ein Jahrhundert voller Musik" lautet das Motto der Musiktage, doch Opus4 spannte den Bogen noch etwas weiter: von Antonio Vivaldi bis Irving Berlin. Die Musiker um Jörg Richter, dem Leiter und Mitbegründer des 1994 gegründeten Quartetts, nämlich Dirk Lehmann, Stephan Meiner und Honza Gimaletdinow, verlangten ihren Instrumenten alles ab, wenn sie schnelle Streicherpassagen oder große Orchesterbesetzungen auf Posaunenart spielten und dabei manchmal eine richtige Sogwirkung entwickelten. Die exzellenten Musiker, die teilweise auch beim Leipziger Gewandhausorchester spielen, bewiesen außergewöhnliche Virtuosität bei Bernsteins West Side Story oder Aram Chatschaturjams Säbeltanz sowie gute Kondition und Durchhaltevermögen angesichts des recht warmen und stickigen Kursaals. Das Publikum im nicht ganz gefüllten Kurhaus dankte es ihnen mit großem Applaus.
Und Jörg Richter, der lässig-charmant durch das Programm führte versprach für den Teil nach der Pause: "Wir werden aussehen wie die Deppen". Dann nämlich verwandelte sich das Posaunenquartett in ein Alphornquartett, Lederhosen und Trachtenhut inklusive, und spielte zur Begeisterung des Publikums in der Konzertmuschel im Kurpark. Die riesigen Alphörner boten aber nicht nur optisch, sondern auch akustisch einen seltenen Genuss. Die Zuschauer genossen derweil auch die festliche Atmosphäre beim romantisch beleuchteten Kurhaus, das dieses Jahr bekanntlich sein 100-jähriges Jubiläum feiert.
Die Kulturkreis-Vorsitzende Renate Dittmar konnte sich aber nicht nur über das gelungene Eröffnungskonzert freuen, sondern auch über die großzügige Unterstützung der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken. Bei einem Empfang vor dem Konzert übergab Torsten Janßen als Vorstand der Volksbank im Harz einen Scheck über 12000 Euro für die Bad Lauterberger Musiktage an Dittmar. "Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele", lautet das Motto der Bank, und so hat die Volksbankstiftung den Kulturkreis schon mehrfach bei der Ausrichtung der Musiktage finanziell unterstützt.
Als nächstes Highlight der Musiktage werden am Sonntag "Friedel and Friends" im Kurpark Rock, Soul und Jazz zum Besten geben. Höhepunkt und festlicher Abschluss wird sicherlich die szenische Aufführung von Stücken aus Carl Orffs Carmina Burana am darauffolgenden Samstag sein.
Vier Posaunen eröffnen die Musiktage
Einen standesgemäßen Auftakt erhielten die Bad Lauterberger Jubiläumsmusiktage am Mittwoch durch das Leipziger Quartett Opus4. Die vier Musiker lieben ihr schwerfälliges Instrument, die Posaune - so sehr, dass sie von Bach bis Gershwin alles nur Denkbare auf Tenor-, Alt- und Bassposaune intonieren.
"Ein Jahrhundert voller Musik" lautet das Motto der Musiktage, doch Opus4 spannte den Bogen noch etwas weiter: von Antonio Vivaldi bis Irving Berlin. Die Musiker um Jörg Richter, dem Leiter und Mitbegründer des 1994 gegründeten Quartetts, nämlich Dirk Lehmann, Stephan Meiner und Honza Gimaletdinow, verlangten ihren Instrumenten alles ab, wenn sie schnelle Streicherpassagen oder große Orchesterbesetzungen auf Posaunenart spielten und dabei manchmal eine richtige Sogwirkung entwickelten. Die exzellenten Musiker, die teilweise auch beim Leipziger Gewandhausorchester spielen, bewiesen außergewöhnliche Virtuosität bei Bernsteins West Side Story oder Aram Chatschaturjams Säbeltanz sowie gute Kondition und Durchhaltevermögen angesichts des recht warmen und stickigen Kursaals. Das Publikum im nicht ganz gefüllten Kurhaus dankte es ihnen mit großem Applaus.
Und Jörg Richter, der lässig-charmant durch das Programm führte versprach für den Teil nach der Pause: "Wir werden aussehen wie die Deppen". Dann nämlich verwandelte sich das Posaunenquartett in ein Alphornquartett, Lederhosen und Trachtenhut inklusive, und spielte zur Begeisterung des Publikums in der Konzertmuschel im Kurpark. Die riesigen Alphörner boten aber nicht nur optisch, sondern auch akustisch einen seltenen Genuss. Die Zuschauer genossen derweil auch die festliche Atmosphäre beim romantisch beleuchteten Kurhaus, das dieses Jahr bekanntlich sein 100-jähriges Jubiläum feiert.
Die Kulturkreis-Vorsitzende Renate Dittmar konnte sich aber nicht nur über das gelungene Eröffnungskonzert freuen, sondern auch über die großzügige Unterstützung der Stiftung Niedersächsischer Volksbanken und Raiffeisenbanken. Bei einem Empfang vor dem Konzert übergab Torsten Janßen als Vorstand der Volksbank im Harz einen Scheck über 12000 Euro für die Bad Lauterberger Musiktage an Dittmar. "Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele", lautet das Motto der Bank, und so hat die Volksbankstiftung den Kulturkreis schon mehrfach bei der Ausrichtung der Musiktage finanziell unterstützt.
Als nächstes Highlight der Musiktage werden am Sonntag "Friedel and Friends" im Kurpark Rock, Soul und Jazz zum Besten geben. Höhepunkt und festlicher Abschluss wird sicherlich die szenische Aufführung von Stücken aus Carl Orffs Carmina Burana am darauffolgenden Samstag sein.
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