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Geschrieben von Gordy am 29. April 2014
Kultur und mehr

Musikalischer Hochgenuss

Classic Brass & Matthias Eisenberg boten ein Konzert der Superlative

Classic Brass - Erlebnis pur!
Classic Brass - Erlebnis pur!
Der geniale Organist Professor Matthias Eisenberg
Der geniale Organist Professor Matthias Eisenberg

Ein musikalische Erlebnis vom Allerfeinsten zelebrierten Jürgen Groblehner und sein Blechbläser-Ensemble „Classic Brass“ mit ihrem Tournee-Programm „Soli Deo Gloria“ am Freitag (25.4.14) in der St. Andreas Kirche.
Leider waren nur etwa 80 Zuhörer zu diesem Ereignis gekommen, das eigentlich wenigstens die dreifache Besucherzahl verdient gehabt hätte. Es mag eventuell daran gelegen haben, dass „Classic Brass“ vor wenigen Wochen erst in Bad Sachsa gastierte.
Wie auch immer – der musikalische Hochgenuss wurde durch diesen Umstand zu keinem Zeitpunkt geschmälert.

Ein wirklich herausragendes Highlight aber war zweifelsohne der international hochgeschätzte Organist Professor Matthias Eisenberg. In der ihm eigenen virtuosen Leichtigkeit fügte er mit seinem atemberaubenden Orgelspiel an der herrlichen Engelhard-Janke Orgel quasi ein zweites Konzert dem der Blechbläser hinzu.
Blech und Orgel verschmolzen in gemeinsamer Harmonie ebenso perfekt, wie sie auch solistisch, Instrument für Instrument und Mann für Mann, zu jeder Zeit überzeugten.

Schon die Eröffnung mit der als Eurovisions-Hymne bekannten Komposition „Prelude to Te Deum“ von Marc Antoine Charpentier, für Brass und Orgel deutete an: Dies wird ein ganz besonderer Abend. Absolut richtig gedeutet – so kam es dann auch.

Ensemblechef Jürgen Groblehner, der auch als Moderator eine gute Figur machte, entfachte mit seinen Bläserkollegen weitere musikalische Glanzlichter mit Beiträgen von Händels Feuerwerksmusik über Giles Farnabys drei Renaissance Tänze, dem Palladio von Karl Jenkins und dem Concerto in Es-Dur von Joh. Baptist Neruda. Immer wieder bewundernswert war das absolut homogene Zusammenspiel des Ensembles, jedoch auch die große Virtuosität der einzelnen Musiker.

Organist Matthias Eisenberg brillierte solistisch mit der c-moll-Passacaglia von Johann Sebastian Bach, der Sonate f-moll von Felix Mendelssohn-Bartholdy und einer genial-grandiosen Bearbeitung der Ouvertüre von Mozarts Zauberflöte. Das war Orgelmusik aus einer anderen Welt, wie nachher jemand ganz richtig bemerkte.

Ein nicht enden wollender Applaus entlockte Professor Eisenberg als Zugabe noch eine traumhafte, barocke Improvisation über den Choral „Wie lieblich ist der Maien“.


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