Geschrieben von Petra Hoeft, Förderverein Schloss Herzberg e.V. am 16. Juli 2024
Das LJBN in der Nicolaikirche
Eindrucksvolles Konzert des Landesjugendblasorchesters
Grandioses Spiel sinfonischer Blasmusik vom Feinsten war am Donnerstag in der Nicolaikirche Herzberg in einem außergewöhnlichen Konzert zu erleben. Unter dem Titel „Fantasy Tales“ zog das Landesjugendblasorchester Niedersachsen (LJBN) mit bestechendem Instrumentalspiel und hoher Musikalität die Zuhörenden in den Bann. Bereits nach den ersten Tönen war bei den Besuchern in der gut besetzten Kirche eine konzentrierte Spannung zu spüren, die nach Soloeinlagen im Orchester immer wieder von Zwischenapplaus begleitet wurde.
Vor 30 Jahren unter der Trägerschaft des Landesmusikrates Niedersachsen gegründet, ist das LJBN ein über sechzigköpfiges Auswahlensemble mit talentierten Musikern im Alter zwischen 12 und 21 Jahren. Zweimal im Jahr finden intensive Probenphasen statt, in denen neue anspruchsvolle Blasorchesterwerke erarbeitet werden, die in Niedersachsen, im Bundesgebiet und auch international zur Aufführung kommen.
Das Konzert in Herzberg war das Ergebnis der aktuellen Arbeitsphase und wurde durch die Zusammenarbeit von Landesmusikrat, Jeunesses Musicales Deutschland, Förderverein Schloss und Nicolaikirche möglich. Originalkompositionen wie die berühmte „Olympic Fanfare (1984)“ von John Williams, Bearbeitungen wie „Copacabana“ oder „Frank Sinatra Hits“ sowie Filmmusiken aus „Star Trek“ oder „James Bond 007“ gestaltet das junge Ensemble auf technisch höchstem Spielniveau stilsicher und mitreißend zu einer Klangeinheit wie aus einem Guss. Die Proben mit der Referentin Tinatin Tsereteli und dem Dirigenten Adi Becker müssen hervorragend gewesen sein, denn die Spielfreude der jungen Bläserinnen und Bläser, aber auch der vier Schlagzeuger strahlten eine Atmosphäre aus, die auf das Publikum ansteckend wirkte.
Das Landesjugendblasorchester ist ein bedeutender Faktor und spielt eine wichtige Rolle für die Blasmusikszene in Niedersachsen insgesamt: Für die Bläserensembles der Vereine wächst dort der Nachwuchs heran, der „frischen Wind“ mitbringt, der gleichzeitig aber durch Integration im Verein hier eine optimale, praktische Förderung erhalten kann.

