Geschrieben von Doreen Westphal am 03. September 2024
Mädchen – Mütter – Musen – Das Frauenbild in der Kunst
Die Sonderausstellung im Kunsthaus Meyenburg Nordhausen geht dem Ende entgegen und bietet noch zwei Programme an
Nein, ich bereue nichts - „Non, je ne regrette rien“, wer kennt ihn nicht, diesen weltberühmten Titel der Chanson Diva Edith Piaf. Auf wundervolle Weise entführte Anja Daniela Wagner im Kunsthaus Meyenburg Nordhausen das Publikum in das von Tragödien geprägte Leben der französischen Sängerin. Dabei begeisterte die Mezzosopran nicht nur mit ihren gesanglichen Künsten, sondern auch mit ihrer Sprechstimme. Sie las Briefe von Edith an „Ma chère Danie“, die vom Glück und Leid der zerbrechlichen Ausnahmekünstlerin erzählten. „Ich glaube, dass man wahres Glück mit Tränen bezahlen muss.“ Begleitet wurde Wagner virtuos am Klavier von Nivia Hillerin-Filges. Beide gehören zum Ensemble des Theaters Nordhausen.
Programme rund um die Ausstellung
Der Edith-Piaf-Abend gehörte zu einer kleinen Programmserie rund um die laufende Ausstellung des Kunsthauses „Mädchen-Mütter-Musen“. In der Museumsvilla werden zahlreiche Frauen-Portraits aus unterschiedlichen Kunstepochen, in verschiedenen Stilen, als Gemälde, Grafik oder Plastik gezeigt, 138 Werke von über 100 Künstlern.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 08. September 2024. Zwei Lesungen sind bis dahin noch im Programm. Am 03. September 24 um 19:00 Uhr liest Anja Eisner über „Picasso und seine Musen“. In seinen „Frauengeschichten“ wird sie erkunden, was eine Frau zu Pablo Picassos Muse machte, denn jedes Bild erzählt etwas über die porträtierte Person, aber auch etwas über den Künstler. „Es wird ein kurzweiliger Abend.“, verspricht die Museumsleiterin Susanne Hinsching.
Zur Finissage, dem Ende der Ausstellung und gleichzeitig Tag des offenen Denkmals am 08. September 24, führen Anja Eisner und Susanne Hinsching gemeinsam ein „Gottesgespräch aus weiblicher Sicht“. Zwei besondere Frauen, die meistdargestellte Figur der Kunstgeschichte und eine Widersacherin treffen sich jeweils um 11 und um 16 Uhr und reden in heiterer Weise über Gott und die Welt. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.


