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Geschrieben von Gordy/IH am 06. Juni 2014
Kultur und mehr

Päda-Musicalerfolg im Kursaal

Schlechte Nachricht: Die Welt geht unter. Gute Nachricht: Die Menschheit auch

Farbenfrohe Kostüme und Masken bestimmten das Bild
Farbenfrohe Kostüme und Masken bestimmten das Bild
Das ging cool ab
Das ging cool ab
Akrobatische Choreografie
Akrobatische Choreografie
Tolle Gesamtatmosphäre dank des großen Künstleraufgebots
Tolle Gesamtatmosphäre dank des großen Künstleraufgebots
Nicht nur das Huhn, auch die Eier müssen mit
Nicht nur das Huhn, auch die Eier müssen mit
Donnernder Applaus für alle Akteure
Donnernder Applaus für alle Akteure
José López de Vergara - ein zufriedener musikalischer Leiter
José López de Vergara - ein zufriedener musikalischer Leiter
Ebenfalls zufrieden zeigte sich Bandleiter Hans Christian Metzger
Ebenfalls zufrieden zeigte sich Bandleiter Hans Christian Metzger

„Escape – Die Zooonauten“, so der Titel des wunderbaren Musicals, mit dem das Ensemble des Pädagogiums Bad Sachsa neulich im vollbesetzten Kursaal Bad Lauterbergs gastierte. Schon seit Jahren stellen die „Pädagonisten“ immer wieder Schulaufführungen vor, die rundum allerhöchsten Ansprüchen gerecht werden.

Inhaltlich geht es in diesem Stück um Tiere, die erkennen müssen, dass die Erde am Ende ist und bald sterben wird. So planen sie die Erdenflucht mit einem Raumschiff, um sich in Sicherheit zu bringen. Das Publikum erlebte anfangs in Videoszenen eine Gegenüberstellung von einerseits herrlichen und andererseits furchtbaren Natur- und Tieraufnahmen, die viele Zuschauer doch sehr nachdenklich stimmten. Untermalt von einem instrumentalgewaltigen Orchesterstück machten die Akteure schon mit diesem Entree klar: Hört her, seht hin, nehmt es ernst – unser Planet darf nicht so einfach untergehen.

Die Zootiere übten auch nicht gerade zimperliche Zurückhaltung, als sie sich über die schlechten Gewohnheiten und Macken der Menschen und deren rücksichtslosen Umgang mit der Welt ausließen. Ein Vogel überbrachte den Tieren beispielsweise zwei Nachrichten: Eine schlechte  die Welt geht unter  und eine gute  die Menschheit auch.
 
Hier kamen dann auch die Maulwürfe und eine von ihnen entdeckte Rakete, die irgendjemand einmal vergessen hatte, ins Spiel. Damit konnten die Tiere die sterbende Erde verlassen und sich auf die Suche nach einem neuen Lebensraum machen. So wurde die Rakete quasi zur Arche und die Flucht ins Nirgendwo nahm ihren Lauf.

Eine unter die Haut gehende Musik, farbenfrohe Kostüme, tolle Maskerade, akrobatische Choreografien und Schüler, die sich schauspielerisch, wie auch gesanglich hinter professionellen Akteuren kaum verstecken mussten.

Verdienter und lang anhaltender, donnernder Applaus war die Belohnung für die stets überzeugenden jungen Akteure des „Pädas“. Das Publikum nahm die Botschaft mit auf den Heimweg: „Geht sorgsam um mit unserer Erde, denn wir haben nun mal keine zweite in Reserve.“

 

Das „Päda“-Team
Die Deutschlehrerinnen Marion Loges-Paliatsios und Franziska Kügler sind für das Skript verantwortlich. Der Musiklehrer José López de Vergara hat die Lieder komponiert, das Orchesterarrangement stammt von Andreas Bürgel aus Hannover. Manfred Forschner entwirft Masken, Logo, Plakat und Bühnenbild, die Sportlehrerinnen Rita Moroni und Beate Grünberg entwerfen die Tänze und Choreographien. Die Schauspieler werden von Marion Loges-Paliatsios und André Fries angeleitet, die beide Darstellendes Spiel unterrichten. Musiklehrerin Reinhild Lührig studiert den Chor ein, José López de Vergara die Streicher und Hans Christian Metzger die Band. Die musikalische Gesamtleitung hat José López de Vergara.


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