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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von Förderverein Schloss Herzberg e.V. am 28. Juli 2025
Kultur und mehr

Ein barocker Schatz sucht seinen Platz im Museum Schloss Herzberg

Vermittlung durch Förderverein abgelehnt

Foto: Förderverein
Foto: Förderverein

Ein historisches Möbelstück wartet auf Öffentlichkeit: Ein eindrucksvoll restaurierter barocker Schrank aus der Zeit der Herzogin Anna Eleonore steht derzeit sinnbildlich für die Herausforderungen kommunaler Kulturarbeit. Der Förderverein Schloss Herzberg e.V. vermittelte das Möbelstück ans Museum und bot es als kostenlose Dauerleihgabe an – doch die Stadt lehnt die Aufnahme ab.

Ein Fundstück mit fürstlicher Vergangenheit

Ursprünglich auf Schloss Herzberg beheimatet, wurde der Schrank Anfang des 19. Jahrhunderts im Zuge eines Inventartransports in den privaten Besitz überführt. Nach dem Ersten Weltkrieg entdeckte der Osteroder Verleger Hans Erich Giebel bei einer Möbelversteigerung die stark verschmutzten Türen – und erkannte ihren Wert. Die kunstvoll geschnitzten Engelsköpfe und goldenen Initialen „A E“, gekrönt von Herzogskronen, verweisen eindeutig auf Herzogin Anna Eleonore, Gemahlin von Herzog Georg und Stamm-Mutter der hannoverschen Kurfürsten und englischen Könige.

Maße und Merkmale des Schranks

    Breite: 2,20 m
    Höhe: 2,10 m
    Tiefe: 0,70 m
    Stil: Barock
    Details: Schmiedearbeiten, Engelsfiguren, goldene Initialen
    Zustand: vollständig restauriert, heute als Bücherregal genutzt


Stadt lehnt Ausstellung ab

In der Kulturausschusssitzung vom 17. Juni wurde ein Konzeptvorschlag für das Museum vorgestellt, in dem das Möbelstück nicht berücksichtigt wurde. Begründung: „Passt nicht ins Museumskonzept“. Der Förderverein, der frühzeitig das Exponat eingebracht hatte, konnte damit nicht durchdringen – trotz seiner fachlichen Kompetenz in Restaurierung und Kulturgeschichte.

Kulturelles Erbe braucht Sichtbarkeit

Der Schrank steht als einzig erhaltenes Möbel mit direktem Schlossbezug für die Geschichte der Region. Ihn weiterhin im Lager zu belassen, statt ihn öffentlich zugänglich zu machen, erscheint vielen unverständlich. Wer diese Meinung teilt, kann durch Teilen, Kommentieren und Unterstützung dazu beitragen, dass Kultur sichtbar bleibt.


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