Geschrieben von Christian Dolle am 15. August 2025
Auf diese Autoren hat die Krimiwelt gewartet
Shortlist für den Krimipreis „Harzer Hammer“
Was macht einen guten Krimi aus? Ein nachvollziehbares Motiv, ein schlüssiger Plot, gut gezeichnete Figuren, fesselnder Schreibstil, Originalität. Es gibt durchaus objektive Kriterien, bei der Bewertung von Literatur lässt sich persönlicher Geschmack aber auf keinen Fall leugnen. Wenn die Jury des Mordsharz-Teams über die Shortlist zum „Harzer Hammer“ diskutiert, erinnert das manchmal an „Das literarische Quartett“, nur mit deutlich mehr Blut.
In dieser Woche traf sich das Team um Christoph Lampert, Roland Lange, Susanne Hammer, Andreas Sack und Christian Dolle in Wernigerode, um die vielen Einsendungen des diesjährigen Krimi-Nachwuchspreises sprichwörtlich auseinanderzunehmen. Einige neue Krimi- und Thrillerautoren verlieren sich selbst in ihren Geschichten, andere wollen witzig sein, sind es aber nicht, wieder andere wiederholen leider nur das, was es auf dem ohnehin großen Markt schon viel zu oft gibt.
Erstaunlicherweise gibt es aber auch immer wieder Bücher, die aus der Masse herausstechen, fesseln und viel mehr Aufmerksamkeit verdienen. Sei es durch originelle Ermittler, sei es durch eine besondere Atmosphäre oder auch durch ein noch selten oder nie beleuchtetes Setting. Auch aktuelle Entwicklungen oder Probleme schlagen sich insbesondere im Krimi immer wieder nieder und können den Blick auf die Welt schärfen. Auch solche Bücher wurden wieder für den „Harzer Hammer“ eingereicht.
Nach einem langen Abend mit zum Teil kontroversen und ausufernden Diskussionen hat die Jury über eine Shortlist für den Preis abgestimmt, von der alle überzeugt und begeistert sind. Darauf stehen:
- Oliver Baier: Frankfurt Beats (Ein rasanter Trip durch die Abgründe des Frankfurter Nachtlebens)
- Thomas Blubacher: Ausgespielt (Mord bei Dreharbeiten zu einem Film in den 1930er Jahren in der Schweiz)
- Sarah Bestgen: Happy End (Eine Kindesentführung, bei der alles anders ist als es zunächst scheint)
- Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock: Das Dickicht (Ein Cold Case mit erschreckenden Parallelen zu einem aktuellen Fall)
- Iver Niklas Schwarz: Kummersee (In einem abgelegenen See schlummert ein düsteres Geheimnis)
All diese Krimis bzw. Thriller lohnen sich zu lesen, all diese Autorinnen und Autoren sind eine Bereicherung für die Buchwelt. Wer von ihnen den „Harzer Hammer 2025“ erhält, wird am 17. September im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des diesjährigen Mordsharz-Festivals in Wernigerode bekanntgegeben.
Weitere Informationen zum Festival und auch zur Ausschreibung gibt es unter www.mordsharz-festival.com.