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Mittwoch, 15. Juli 2026
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Geschrieben von Christian Dolle am 17. September 2025
Kultur und mehr

Harzhölle in der Harzhöhle

Roland Lange stellte im HöhlenErlebnisZentrum sein neues Buch vor

Fotos: Christian Dolle
Fotos: Christian Dolle
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„Es geht ein wenig unter die Gürtellinie“, warnte der Katlenburger Autor Roland Lange vor seinem neuen Buch. „Harzhölle“ heißt der aktuelle Thriller, der letzte mit Privatdetektiv Stefan Blume soll es sein. Am vergangenen Samstag stellte er ihn im HöhlenErlebnisZentrum in Bad Grund vor, genau an jenem Ort also, der eng mit seinem allerersten Krimi „Höhlenopfer“ verbunden ist. 

Auch aus „Höhlenopfer“ las er schon am Iberg. „13 Bücher später sitze ich wieder hier“, freute er sich. Sein Schreiben sei in der Zeit dazwischen ein wenig unangepasster geworden, sagte er später im Interview, statt des nach festen Regeln ermittelnden Ingo Behrends nun der etwas mysteriöse Blume mit düsterer Vergangenheit, mit der er sich auch im aktuellen Fall wieder einmal konfrontiert sieht. 

Zu Beginn allerdings sinniert der Privatdetektiv über seine Prostata-Operation (daher unter der Gürtellinie) und allgemein über das Altern. Vielleicht ein ungewöhnlicher Einstieg für einen Krimi, aber ein sehr reflektierter und authentischer. Besonders nah am echten Leben ist das Buch später auch für die Leserinnen und Leser aus dem Harz, die viele der Orte wiedererkennen werden, an denen Blume nach dem Anruf eines zwielichtigen Anwalts ermittelt.

So spielt beispielsweise das alte Hotel am Wiesenbeker Teich in Bad Lauterberg eine Rolle oder vielmehr das Schulungszentrum für Reichsbürger, das dort bis zur Razzia entstehen sollte. Ja, Blume taucht in die Reichsbürgerszene ab, was dem Roman auch eine sehr aktuelle Nuance gibt. Roland Lange war es immer wichtig, den Harz nicht nur wegen des Wiedererkennungswertes als Kulisse für seine Bücher zu nutzen, sondern auf historische wie aktuelle Entwicklungen einzugehen, die die Region und vor allem die Menschen hier prägen. 

Das wiederum möchte er in spannende Geschichten verpacken, was ihm auch diesmal wieder gelingt. Ein Überfall auf einen Munitionstransporter, eine junge Frau, die vor einen Zug geschubst worden sein könnte, jener Waldläufer, der schon im letzten Blume-Band als Schlüsselfigur entscheidende Hinweise lieferte. 

„Es gab noch einige lose Enden für Blume“, erläuterte Roland Lange, diese habe er in „Harzhölle“ verknüpft. Danach soll nun etwas ganz anderes folgen, ein humorvoller Dorfkrimi um einen Blutfahrer. Was das genau ist, deutete er seinen Zuhörerinnen und Zuhörern an, doch auch sie müssen sich noch über ein Jahr gedulden bis er dieses neue Kapitel seiner schriftstellerischen Laufbahn endgültig aufschlägt.


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