Geschrieben von Boris Janssen am 27. September 2019.
Zweiter Interessent für Rathausgelände
Rat hat Entscheidung über Verkauf an Supermarkt-Investor vertagt


Der Rat der Stadt hat die Entscheidung über einen Verkauf des Rathausgeländes an die Firma Rahlfs Immobilien vertagt – in letzter Minute sei ein zweiter ernsthafter und seriöser Interessent an die Stadt herangetreten, erklärte Bürgermeister Dr. Thomas Gans auf der Ratssitzung am Donnerstagabend (26.09.2019).
Eigentlich sollte der Rat im vorangestellten nicht-öffentlichen Teil über den Verkauf des Geländes an Rahlfs Immobilien entscheiden. Das Unternehmen möchte hier einen Supermarkt bauen und für eine „sinnvolle Nachnutzung“ des denkmalgeschützten ehemaligen Ritscher-Sanatoriums sorgen. Einen entsprechenden Konzeptentwurf stellte das Unternehmen der Öffentlichkeit auf der Bauausschusssitzung am 16.09.2019 vor.
Der potentielle Investor galt als einziger Interessent mit realistischem Konzept. Bis zum Donnerstagmittag. Dann nämlich sei überraschend das Angebot eines zweiten Interessenten bei der Stadt eingegangen, berichtete der Bürgermeister. Und dieses Angebot mischt die Karten offenbar noch einmal neu. Denn es handele sich hierbei ebenfalls um einen seriösen Interessenten mit einer umsetzbar erscheinenden Idee. Nähere Angaben machte Gans nicht, außer: „Der Interessent ist mir sehr gut bekannt.“ Er komme aus der Region.
Die Vertagung bedeutet natürlich keine Absage an den ersten Interessenten. Doch das zweite Angebot sei bei einem ersten Blick so gut, dass es falsch wäre, sich nicht mehr näher damit zu befassen, begründete der Bürgermeister den Schritt des Rates.
Unabhängig davon hat der Verwaltungsausschuss bereits unter Vorbehalt des angedachten Verkaufs die Aufstellung von Änderungen des Flächennutzungsplanes sowie des Bebauungsplanes Nr. 53 (Erikastraße / Promenade) beschlossen. Zu diesem Zeitpunkt war das neue Angebot noch nicht eingegangen. Allerdings würden ja auch für ein anderes Vorhaben entsprechende Änderungen erforderlich sein.