Verkehrssicherheit an Schulen

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Dienstag, 27. Februar 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 03. Juli 2012.
Politik

Eltern als Verkehrsrowdys

In der jüngsten Ratssitzung hatte Bürgermeister Dr. Thomas Gans schon kurz von der Arbeit des Präventionsrates berichtet – in einem Pressegespräch am Dienstag (03.07.2012) stellte er Details vor.

An der Grundschule am Hausberg gelten viele Verkehrsbeschränkungen. Manchen Eltern scheint das aber völlig egal zu sein.
An der Grundschule am Hausberg gelten viele Verkehrsbeschränkungen. Manchen Eltern scheint das aber völlig egal zu sein.

Verkehrssicherheit an Schulen

Einen Schwerpunkt der jüngsten Sitzung – die wie stets nicht-öffentlich stattfand – habe die Verkehrssicherheit an der Grundschule am Hausberg und an der Lutterbergschule gebildet. Vor allem an der Grundschule komme es regelmäßig zu gefährlichen Situationen, wenn Mütter und Väter ihre Kinder mit dem Auto bis vor die Schultür bringen, während andere Schüler den Schulweg zu Fuß bewältigen. „Manche würden ihre Kinder am liebsten bis ins Klassenzimmer fahren“, schilderte Gans die Erfahrungen, die manche Eltern gemacht hätten. Obwohl Stützer- und Ladestraße sehr eng sind und die Einmündung der Stützer- in die Hauptstraße unübersichtlich ist, führen die Autos häufig zu schnell. Dabei gehört die Stützerstraße zur Tempo-20-Zone der Innenstadt. „Zum Glück ist bis jetzt noch nichts passiert“, sagte Gans.

Aufklärungsaktion bringt Erfolge

Damit das so bleibt, haben in einer Aktion vor einigen Wochen Elternvertreter und Lehrer die betreffenden Mütter und Väter auf ihr Verhalten und die Gefahren aufmerksam gemacht. „Seitdem hat sich das Problem erst einmal erledigt“, sagte Gans. Allerdings dürfe es wohl mit der Einschulung nach den Sommerferien wieder einreißen. Es seien nämlich vorwiegend die Eltern von Erst- und Zweitklässlern, die wohl einerseits ihren Kindern die Selbständigkeit auf dem Schulweg noch nicht zutrauten und sie deshalb zur Schule fahren, aber andererseits in Hektik und Stress verfielen, weil sie selbst zur Arbeit müssen – so vermutet der Bürgermeister.

Wegen des Erfolges der Aufklärungsaktion sei der Präventionsrat übereingekommen, solche Aktionen regelmäßig zu starten. Man wolle außerdem Polizei, Verkehrswacht und Verkehrsüberwachungsbehörden bitten, die engagierten Eltern und Lehrer dabei zu unterstützen. Bauliche Änderungen oder weitere Geschwindigkeits- und Parkbeschränkungen seien hingegen als schwer umsetzbar oder uneffektiv verworfen worden. Geprüft werden solle aber, ob in der Schanzen- und in der Jahnstraße eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden kann. Denn zum Sportunterricht gehen die Grundschüler über den Zebrastreifen in der Schanzenstraße und durch die Jahnstraße zur Sporthalle in der Bahnhofstraße.

Angestoßen wurde die Diskussion durch einen Ratsantrag der Grünen-Fraktion, der eigentlich in der Ratssitzung vom 28.06.2012 behandelt werden sollte. Es ging darum, mögliche Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an den Schulen zu untersuchen und gegebenenfalls einzuleiten. Da die Fraktion aber die Einschätzungen des Präventionsrates teilt, hat sie ihren Antrag wieder zurückgezogen.

Bierdeckel mit Botschaft

In der dreistündigen Sitzung des Präventionsrates wurden außerdem zwei Aktionen gegen Rechtsextremismus vorgestellt. So solle nun auch in Bad Lauterberg die Aktion „Wir sind gute Gastgeber“ gestartet werden, bei der Gastronomiebetriebe unter anderem auf Bierdeckeln für Gastfreundschaft und Toleranz werben. Derzeit suche man Gastwirte, die die Aktion unterstützen und damit ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen möchten. Im September solle das Projekt dann stehen und genauer vorgestellt werden.

Stolpersteine in Bad Lauterberg

Auf Initiative von Stadtarchivar Helmut Lüder sollen zudem Stolpersteine verlegt werden. „Stolpersteine“ heißt ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig (externer Link), der damit an die Opfer der NS-Zeit erinnern möchte. Ein Stolperstein ist eine quadratische Gedenktafel aus Messing, die ins Straßenpflaster eingelassen wird – und zwar vor dem letzten selbstgewählten Wohnort desjenigen, an den erinnert werden soll. In Bad Lauterberg sollten das zunächst die drei jüdischen NS-Opfer sein, später sollten auch politisch Verfolgte hinzukommen, erklärte Gans. Es seien bereits Spenden für das Vorhaben eingegangen.


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