.

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Sonntag, 14. April 2024
Login



Geschrieben von ski am 14. Februar 2014.
Politik

"Keine Gießkannenförderung"

Der neue Regionalbeauftragte der Landesregierung besuchte Bad Lauterberg. Er will bis zum Spätherbst eine Strategie für Südniedersachsen entwickeln

Matthias Wunderling-Weilbier im Gespräch mit Bürgermeister Dr. Thomas Gans
Matthias Wunderling-Weilbier im Gespräch mit Bürgermeister Dr. Thomas Gans
337.jpg

Erst seit dem 1. Januar ist der neue Landesbeauftragte für Regionalentwicklung im Amt, und bereits jetzt besuchte er Bad Lauterberg: Matthias Wunderling-Weilbier ist einer von vier Regionalbeauftragten, die die Landesregierung eingesetzt hat. Seine Aufgabe ist es, eine Handlungsstrategie für Südniedersachsen zu erarbeiten.

Und zu allererst macht er nun die Tour durch die Region, um mit den Verantwortlichen vor Ort zu sprechen. "Die Vor-Ort-Gespräche sind wichtig, damit wir der Region Gesicht und Stimme in Hannover geben", sagt Wunderling-Weilbier. Da ist er sich mit Bürgermeister Dr. Thomas Gans einig. Denn anstatt sich untereinander zu beharken, müsse die Region künftig mit einer Stimme sprechen, nur so könne sie etwas erreichen.

Die Probleme Bad Lauterbergs ähneln natürlich denen in der gesamten Gegend - der Vordemographische Wandel, der Mangel an qualifizierten Arbeitsplätzen, die äußerst klamme finanzielle Situation. Hier findet der Regionalbeauftragte lobende Worte für die Sparanstrengungen der Stadt, die sich um den Zukunftsvertrag mit Entschuldungshilfe bemüht: "Das ist sicherlich der richtige Weg".

"Wir wollen nicht mehr Projekte mit der Gießkanne fördern, sondern eine Strategie erarbeiten, um dann gezielt geeignete Projekte, die zur Zielsetzung passen, auswählen zu können", so der vormalige Helmstedter Landrat. Und diese Strategie soll im Spätherbst stehen. Rund 100 Millionen Euro werden dann niedersachsenweit zur Verfügung stehen - für Projekte, die ins Konzept passen.

Vor allem soll das Ausbluten der Region verhindert werden. Hier gelte es, der Abwanderung Einhalt zu gebieten, mittels Arbeitsplätzen, aber auch gut ausgestatteten Schulen, guter gesundheitlicher Versorgung und Mobilität: hier sei "Stabilisierungsmanagement" vonnöten, so Wunderling-Weilbier.

Bürgermeister Dr. Thomas Gans freute sich über den frühen Besuch des Regionalbeauftragten, den er bereits in Hannover kennengelernt hatte. Er weiß aber auch: "Kleine, rein lokale Projekte werden sicher nicht gefördert. Hier geht es um Dinge, die Ausstrahlungskraft auf die Region besitzen." Kirchturmdenken bringt also niemanden weiter.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche