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Geschrieben von Gordy/ski am 21. Februar 2014.
Politik

Sparen, Zusammenrücken, Umziehen

Die Stadtverwaltung muss Kosten einsparen und plant den Umzug ins Haus des Gastes. Vor der jüngsten Bauausschusssitzung fand ein Ortstermin statt

Das Rathaus - eine Bruchbude?
Das Rathaus - eine Bruchbude?
Im Haus des Gastes stehen etliche Räume leer oder werden nur selten genutzt
Im Haus des Gastes stehen etliche Räume leer oder werden nur selten genutzt

„Ich habe gar nicht gewusst, wie viel Platz hier noch ist“: am Donnerstag (20.02.14) zeigten sich nicht nur die Ausschussmitglieder, sondern auch die interessierten Besucher überrascht. Bei der Begehung im Haus des Gastes wurde deutlich, dass etliche Räume seit Jahren nicht oder nur sporadisch genutzt werden. Vor allem der hintere Teil des Gebäudes oberhalb der Physiotherapie war vielen gar nicht bekannt. Künftig soll das Haus des Gastes einen Teil der Stadtverwaltung beherbergen.

„Hier gibt es mehr Leerräume als belegte Räume. Insofern ist es eine vernünftige Entscheidung, vom Rathaus, das zumindest innen eine Bruchbude ist, ins Haus des Gastes zu ziehen“, erklärte der Ausschussvorsitzende Peter Münch (CDU).  

„Wir wollen im Bereich der Verwaltung sparen und zusammenrücken“, erklärte Bürgermeister Dr. Thomas Gans: „Würden wir am jetzigen Rathaus festhalten, wären teure Sanierungen nötig, die wir uns nicht leisten können“. Ein Gutachten schätzt die Kosten für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes auf rund 2 Millionen Euro. Doch das Gutachten ist aus dem Jahr 2008 – die Kosten dürften inzwischen eher gestiegen sein. „Eine solche Summe wäre in unserer jetzigen Situation unverantwortlich“.

Zwar kostet der Umzug auch erst einmal einiges, schließlich müssen die Räume zu Büros umgebaut werden. 285 000 Euro sind dafür veranschlagt. Genaueres, so Bauamtsleiterin Annette Gödecke, wisse man aber erst, wenn die baulichen Auflagen des Landkreises feststehen.

Dagegen stehen Einsparungen von 95.000 Euro pro Jahr, erklärte der Bürgermeister auf die Frage eines Einwohners. So viel könne man durch die Stilllegung des Rathauses sofort im Ergebnishaushalt sparen – selbst dann, wenn (noch) kein Käufer dafür gefunden wird. Ein oder zwei mögliche Interessenten solle es bereits geben – der Bürgermeister möge doch in der übernächsten Ratssitzung dem Gremium Näheres dazu sagen, forderte Erik Cziesla (CDU).

Bis auf Eike Röger (BI), der sich enthielt, stimmten alle Ausschussmitglieder dem Beschluss zum Umzug zu.

„Der schlimmste Spielplatz“

Uringeruch von den danebenliegenden Toiletten und vergammelte Spielgeräte: „Der Spielplatz im Kurpark ist der schlimmste von allen“, befand der Ausschussvorsitzende Münch und fragte an, ob es schon Neuigkeiten von der Konzeptionierung gebe. Die neuen und die reparierten Spielgeräte sollen definitiv bis Anfang Mai aufgestellt werden, so Bauamtsleiterin Gödecke. Zwar stellt sich wegen der möglichen Umgestaltung des Kurparks die Frage, ob der Standort dort bleiben soll. Erst einmal jedoch wird ein größerer Sandplatz und eine kleine Einfriedung, vielleicht mit einer Hecke  geschaffen, so das Ergebnis der Diskussion.

Umwidmung der Ortsdurchfahrten

 Auf eine Frage des Ausschussmitglieds Uwe Strutzberg (SPD) bezüglich der anstehenden Umwidmung bzw. Abstufung der Straße durch Barbis und Osterhagen nach Eröffnung der B243neu erklärte Gödecke, es werde zuvor eine technische Abnahme durch das Straßenbauamt Goslar und die Straßenmeisterei geben. Wird dabei festgestellt, dass Reparaturen notwendig sind, müssten diese vom Bund bzw. Land getragen werden.


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