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Sonntag, 21. April 2024
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Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 20. Oktober 2014.
Politik

Uwe Speit ist neuer SPD-Vorsitzender

Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Bad Lauterberg: Selbstkritik „selbstzufriedener“ Sozialdemokraten

Ingo Fiedler (links) gratuliert seinem Nachfolger Uwe Speit.
Ingo Fiedler (links) gratuliert seinem Nachfolger Uwe Speit.
Gudrun Teyke wird für ein halbes Jahrhundert ununterbrochene Vorstandsarbeit geehrt.
Gudrun Teyke wird für ein halbes Jahrhundert ununterbrochene Vorstandsarbeit geehrt.
Ehrung für Marina Stecher: Nach der Gratulation von Uwe Speit und Ingo Fiedler überreicht ihr Thomas Gans einen Blumenstrauß.
Ehrung für Marina Stecher: Nach der Gratulation von Uwe Speit und Ingo Fiedler überreicht ihr Thomas Gans einen Blumenstrauß.

Uwe Speit ist neuer Ortsvereinsvorsitzender der SPD in Bad Lauterberg. Die Mitglieder wählten ihn am Freitagabend (17.10.2014) einstimmig zum neuen Parteichef. Sein Vorgänger Ingo Fiedler hatte sich nicht wieder zur Wahl gestellt. Die beiden Stellvertreter Sven Moser und Gerhard Oberländer wurden wiedergewählt, neuer Schriftführer ist Ingo Fiedler, neuer Kassierer Wilfried Grosse.

Der Wechsel kam für Außenstehende etwas überraschend. Ingo Fiedler, der 2008 mit 28 Jahren der jüngste Parteivorsitzende im Südharz geworden war, begründete seinen Rückzug vor allem damit, dass er die Parteiführung und seine neuen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft nicht mehr so unter einen Hut bringen könne, wie es seinen eigenen Erwartungen entspreche. „Würde ich diesen Posten jetzt nicht für eine neue Kraft räumen, würde ich den Ortsverein in Schwierigkeiten bringen“, gestand er offen. Schon vor knapp einem Jahr habe er deshalb mit seinem Wunschnachfolger Uwe Speit gesprochen mit dem Ergebnis, dass dieser sich bereit erklärte, für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren.

 

Noch „satt“ vom jüngsten Wahlerfolg

Schonungslos beschrieb Fiedler die Situation des SPD-Ortsvereins. Man sei selbstzufrieden nach der Kommunalwahl geworden, viele seien noch „satt“ vom Erfolg. Als besonders deprimierend empfand er, dass in diesem Jahr erstmals das Dammwiesenfest wegen geringer Beteiligung der Vorstands- und Fraktionsmitglieder ausfallen musste.

Jetzt, zwei Jahre vor der nächsten Kommunalwahl, so Fiedler weiter, werde mit der neuen Führung der Wahlkampf eingeleitet. Mit frischem Wind werde die SPD sich nun auf die Wahl konzentrieren. „Nach Monaten des Nicht-so-in-Erscheinung-Tretens werden wir jetzt wieder Gas geben“, sagte er kämpferisch. Stolz sei er auf die Partei, die ihm vor sechs Jahren das Vertrauen schenkte und ihn zum Vorsitzenden machte. Er habe für sich persönlich viele „tolle Erfahrungen“ machen können.

 

Gespaltene Reaktionen auf Idee einer Bürgerbefragung

Aus der SPD-Ratsfraktion berichtete Holger Thiesmeyer als deren Vorsitzender, es liege ein sehr schwieriges Jahr mit harten Entscheidungen hinter der Fraktion. Noch einmal erklärte er, wie schwer es gefallen sei, erhebliche Einsparungen im Stadthaushalt vorzunehmen, um einen Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen schließen zu können. „Das hat richtig weh getan“, gestand er. Genauso sei es alles andere als leicht, eine sachgerechte Entscheidung zu dem einen Grundschulstandort zu treffen. Zwei Grundschulen im Stadtgebiet müssten schließen. Deswegen gebe es Überlegungen, basisdemokratisch die Bürger nach ihrer Meinung zu befragen.

Das stieß bei den Mitgliedern nicht auf ungeteilte Zustimmung. Schließlich habe man die Ratsmitglieder gewählt, damit sie stellvertretend auch schwierige Entscheidungen treffen. Manchen kam das Ansinnen einer Bürgerbefragung vor wie „ein Kneifen vor der Verantwortung“. Andere gaben zu bedenken, dass man mit einer Entscheidung durch den Rat „nur verlieren“ könne. Gegner der Entscheidung, wie immer sie ausfallen werde, würden diese den Ratsmitgliedern noch jahrelang vorhalten.

 

Speit fordert deutlich mehr Engagement

Der neue Vorsitzende, Uwe Speit, sagte: „Das traditionelle Dammwiesenfest darf nicht noch einmal ausfallen.“ Er forderte deutlich mehr Engagement der Mitglieder und Vorstandsmitglieder. Die kontroverse Diskussion an diesem Abend bezeichnete er als einen „Ansatz von Stärke“. Bei aller Kritik: „Ihr habt recht, aber lasst den Kopf nicht hängen!“ Nachdem sich die SPD neu aufgestellt habe, werde es einen Motivationsschub geben, sagte Speit voraus. In diesem Zusammenhang dankte er ausdrücklich Ingo Fiedler für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

 

Ehrungen und Delegiertenwahlen

Nach den Delegiertenwahlen wurden an diesem Abend Gudrun Teyke für 50 Jahre ununterbrochene Vorstandsarbeit und Marina Stecher für 18-jährige Kassenführung geehrt.

Als Delegierte für die Unterbezirksparteitage der kommenden zwei Jahre bestimmten die Mitglieder Uwe Speit, Ronald Ulinski, Ingo Fiedler, Thomas Gans und Annika Weddecke. Auf der Unterbezirks-Delegiertenkonferenz vertreten Bad Lauterberg in den kommenden zwei Jahren Uwe Speit, Wilfried Grosse, Ingo Fiedler, Thomas Gans und Annika Weddecke.


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