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Geschrieben von ski am 06. Dezember 2012.
Politik

Stahlbetonpfähle gegen das Abrutschen

Ab Mai sollen die Arbeiten am Koldungshang beginnen

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Großes Interesse herrschte an der Informationsveranstaltung für Anlieger des Bad Lauterberger Koldungshangs am Mittwoch. Zwar waren nur zwölf Anmeldungen eingegangen, aber über dreißig Leute waren schließlich in den Ratssaal gekommen, um sich über die geplante Maßnahme zur Hangsicherung zu informieren, worüber sich Bürgermeister Dr. Thomas Gans überrascht und erfreut zeigte: "Mit einem solchen Andrang haben wir gar nicht gerechnet". 

Annette Gödecke, Fachbereichsleiterin Bauwesen und Umwelt, sowie Ulrich Weisswanger, Chef des gleichnamigen Ingenieurbüros, das die Planungen erstellt hat, stellten die geplanten Arbeiten vor, die für die Anwohner auch einige Einschränkungen und Strapazen bedeuten werden.

Notwendig sind die Maßnahmen, da der Koldungshang Schäden davongetragen hat und abzurutschen droht - Schäden auf der Straße sind bereits sichtbar. Die Ursachen, so Weisswanger, liegen in einer zu steil angelegten Böschung, einer ungenügenden Untergrundverdichtung und fehlendem seitlichen Halt des Hangs. Gegen die Steilheit der Böschung kann man nichts unternehmen - aber bei den jetzt geplanten Arbeiten wird der Untergrund verdichtet bzw. ausgetauscht durch Stahlbetonpfähle ein seitlicher Halt geschaffen, um horizontale Kräfte aus der Straße aufzufangen.

Die gesamte Dauer der Maßnahme wird sechs bis sieben Monate dauern, so erläuterete Anette Gödecke, man wolle also Mai beginnen und im Oktober oder November fertig sein. Die Arbeiten werden in Abschnitten von dreißig Metern von oben nach unten voranschreiten, und für die Anwohner wird in dieser Zeit mit erheblichen Unannehmlichkeiten zu rechnen sein, insbesondere dann, wenn sich die Baustelle genau vor dem eigenen Haus befindet und der Zugang durch die Baugrube blockiert ist.

Vom Parken für die Anwohner über die Müllabfuhr, Postzustellung und die Zufahrt für Feuerwehr und Rettungsdienst - es gibt noch einiges abzuklären, und auch einige Anwohner wiesen bei der Informationsveranstaltung auf besondere Schwierigkeiten hin. So haben die Müllabfuhr und der Schneepflug bereits jetzt mit der engen Kurve zu kämpfen. Die bekannte Engstelle wird allerdings nicht so einfach zu entschärfen sein: es ist einfach kein Platz da.

Um die klamme Stadtkasse nicht vollkommen zu sprengen, habe man mit dem Ingenieurbüro zusammen intensiv nach der kostengünstigsten und zugleich machbaren Lösung für den Hang gesucht, erklärte Gödecke. Die Kosten des nun geplanten Verfahrens werden sich auf rund 400 000 Euro belaufen. Die Anlieger müssen dabei keine Kostenbeteiligung fürchten, da es sich nicht um einen Straßenausbau im klassischen Sinn handele: es werde nur der Teil der Straße erneuert, der durch die Arbeiten zerstört wird.


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