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Sonntag, 14. April 2024
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Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 08. Mai 2015.
Politik

„Touristen sind keine Tour-de-France-Fahrer“

Kreisbauausschuss auf Ortstermin: Neue Radweg-Varianten zwischen Osterhagen und Bad Sachsa diskutiert

Ökologisch und attraktiv: Die geplante Radwege-Verbindung könnte auf Feldwegen durch schöne Landschaften führen. Und wenn nicht gerade ein Ortstermin ist, fahren hier auch kaum Autos.
Ökologisch und attraktiv: Die geplante Radwege-Verbindung könnte auf Feldwegen durch schöne Landschaften führen. Und wenn nicht gerade ein Ortstermin ist, fahren hier auch kaum Autos.
Viele Ideen für die neue Verbindung: Die Vorschläge der Kreisverwaltung und der SPD-Kreistagsfraktion.
Viele Ideen für die neue Verbindung: Die Vorschläge der Kreisverwaltung und der SPD-Kreistagsfraktion.
Die Mitglieder des Bauausschusses machten sich vor Ort ein Bild, hier an der Brücke über die B 243n bei Osterhagen.
Die Mitglieder des Bauausschusses machten sich vor Ort ein Bild, hier an der Brücke über die B 243n bei Osterhagen.
Der „gut ausgebaute Betonsteinpflasterweg“ zwischen Steina und Tettenborn bietet leider auch fahrradfeindliche Löcher.
Der „gut ausgebaute Betonsteinpflasterweg“ zwischen Steina und Tettenborn bietet leider auch fahrradfeindliche Löcher.
Eine Alternative: Die nunmehr ziemlich ruhige alte B 243 könnte bis zur Branntweinseiche einbezogen werden…
Eine Alternative: Die nunmehr ziemlich ruhige alte B 243 könnte bis zur Branntweinseiche einbezogen werden…
…allerdings müsste dann vom Kreisel bis zur Abfahrt der L 604 nach Steina ein ganz neuer Radweg neben der Straße gebaut werden.
…allerdings müsste dann vom Kreisel bis zur Abfahrt der L 604 nach Steina ein ganz neuer Radweg neben der Straße gebaut werden.

Nachdem die neue B 243 fertiggestellt ist, will der Landkreis eine Radweg-Lücke schließen: Es soll eine Verbindung von Osterhagen zum Radwegenetz Bad Sachsa geben. Die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses besichtigten am Mittwoch (06.05.2015) die Wege, die die Kreisverwaltung als Route vorgeschlagen hatte. An Ort und Stelle wurden außerdem Alternativvorschläge aus der SPD-Fraktion diskutiert. Einen Beschluss gab es dabei noch nicht.

 

Vorschläge der Kreisverwaltung

Da im Zuge des Straßenneubaus der B 243 auch Wirtschaftswege in der Feldflur repariert und zum großen Teil asphaltiert wurden, bieten sie sich als Radwege an. So zumindest die Idee aus der Kreisverwaltung, die Franz-Michael Hemesath vorstellte. So soll der Radweg von Osterhagen zunächst parallel zur alten B 243 verlaufen, dann auf der anderen Seite bergauf in Richtung Wäldchen und von dort auf dem Weg nach Steina in Höhe des Hotels Mühlenberg. Dort könnte die Radwegroute durch die Dorfstraße bis zur L 604 führen, sie kreuzen und hinunter nach Tettenborn-Kolonie führen. Von dort wiederum könnte es über die K 28 in Richtung Bad Sachsa weitergehen.

Eine Variante der Verwaltung sieht vor, dass man in Steina Richtung Glasmuseum fährt und dann durch den Wald hinauf über die K 15 nach Bad Sachsa.

 

Problematische Steigungen

Begeisterung stellte sich dabei bei den Bauausschuss-Mitgliedern nicht ein. Auch Kreistagsmitglied Klaus Liebing (SPD), der die Örtlichkeiten sehr gut kennt, kritisierte die Steigungen bei beiden Varianten. Ungeübte Radfahrer, wie Urlauber mit Kindern, würden die Steigungen nicht schaffen. Hermann Seifert (FDP) stimmte ihm zu: „Touristen sind keine Tour-de-France-Fahrer!“ Zudem sahen die Ausschuss-Mitglieder ein Teilstück, das Hemesath als „gut ausgebauten Betonsteinpflasterweg“ beschrieb, als sanierungswürdig an: Die vielen Löcher würden bei feuchtem Wetter zu Problemen führen.

Die SPD-Fraktion brachte zunächst die Möglichkeit zur Sprache, die alte B 243 von Osterhagen bis zur Branntweinseiche zu nutzen und um den Kreisel einen Radweg zu bauen. Das würde aber mit erheblichen Kosten verbunden sein, war allen Ausschuss-Mitgliedern klar. Auch ist auf der L 604 vom Kreisel bis zur Einmündung Steina so viel Verkehr, dass man nicht sicher zu der im weiteren Verlauf vorgeschlagenen Route kommt. Hier müsste also ein weiteres Stück Radweg neben der Straße neu erstellt werden.

Aus der SPD-Fraktion kam außerdem der Vorschlag, ein Stück neuen Radweg durch das Gebiet „Zehn Gärten“ als Verbindung zu erstellen. Damit würden zwei steile Wegstrecken umfahren, die für Ungeübte kaum zu bewältigen sind. Gerade die Strecke von Tettenborn-Kolonie nach Bad Sachsa hat zwei mächtige, lange Steigungsstrecken mit Autoverkehr, so die Kritik.

Zuletzt sprach Liebing noch eine Variante von Tettenborn-Kolonie über Tettenborn und Neuhof nach Bad Sachsa an, die durch eine „wunderschöne Landschaft“ führe. Auch das solle die Kreisverwaltung einmal als Variante prüfen.

 

Der Bauausschuss wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen erneut mit dem Thema beschäftigen. Bis dahin soll die Verwaltung die Kosten für die Varianten ermitteln.


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