Das Baugewerbe ist ja bekanntlich saisonabhängig. Die feuchten, grauen..." /> . Das Baugewerbe ist ja bekanntlich saisonabhängig. Die feuchten, grauen..." />

Diese Webseite verwendet Cookies. Mit der weiteren Nutzung von LauterNEUES erklären Sie sich damit einverstanden.

Sonntag, 21. April 2024
Login



Geschrieben von Boris Janssen am 20. November 2012.
Politik

Bauausschuss: Wenig beraten, viel informiert

b_590_0_16777215_00_images_stories_bildarchiv_orte_rathaus.jpg

Das Baugewerbe ist ja bekanntlich saisonabhängig. Die feuchten, grauen Novembertage machen sich selbst im Bau-, Umwelt- und Forstausschuss bemerkbar. Jedenfalls konnte er auf seiner Sitzung am Montag (19.11.2012) weit weniger bewegen, als in den vorangegangenen Monaten. Er hatte kaum was zu beraten, noch weniger zu empfehlen, dafür gab es regen Informationsaustausch.

Den Antrag der BI, die Beschilderung an den Spielplätzen aktueller Rechtsprechung zu „Kinderlärm“ anzupassen, also die überkommene Mittagsruhe abzuschaffen, wollte der Ausschussvorsitzende Klaus-Peter Münch (CDU) in seiner bekannt zupackenden Art unbürokratisch und fix „einfach durchwinken“. Das ging dann sogar Bürgermeister Dr. Thomas Gans zu schnell. Man müsse doch dem Antragsteller wenigstens die Gelegenheit geben, etwas dazu zu sagen. Das tat Eike Röger (BI) denn auch: „Ich winke mit durch.“ Und so winkten die Ausschussmitglieder geschlossen für eine Empfehlung an den Rat.

Beim zweiten BI-Antrag dauerte es etwas länger. Die Stadtverwaltung sollte damit beauftragt werden, eine Gegenüberstellung der Kosten vorzulegen, die einerseits bei einer Sanierung des denkmalgeschützten Rathausgebäudes (dem ehemaligen Sanatorium) und andererseits bei einem Teil-Umzug in das Haus des Gastes inklusive der nötigen Umbauarbeiten anfallen würden. Diese Liste sollte dem Rat „rechtzeitig“ vor einer endgültigen Entscheidung vorgelegt werden. Barbara Rien (SPD) nannte den Antrag „populistisch“, Otto Eiling (CDU) fand: „So etwas gehört nicht als Antrag in den Rat.“ Eike Röger selbst stellte klar, es gehe ihm vor allem darum, die im Haushaltssicherungskonzept erwähnten 1,8 Millionen Euro Sanierungskosten detaillierter zu kennen. Thomas Gans erklärte daraufhin, es sei für die Verwaltung „selbstverständlich“, den Ratsmitgliedern eine solche Liste zur Kenntnis zu reichen, sollten sie einmal einen entsprechenden Beschluss zu fassen haben. Unter der Bedingung, dass des Bürgermeisters Worte Eingang ins Protokoll finden, zog Röger den Antrag zurück.

 

Eine Flut von Anfragen

So wäre die Sitzung nach einer Viertelstunde zu Ende gewesen, hätte es da nicht noch Mitteilungen und eine ganze Flut von Anfragen gegeben. Röger wollte wissen, ob am Barbiser Ortsrand eine Biogasanlage geplant sei. Seine Frage war eher rhetorisch, denn Fachbereichsleiterin Bauwesen und Umwelt Annette Gödecke erklärte offiziell, davon nichts zu wissen, die etwas überraschten Ausschusskollegen brauchten aber nur in ihren Unterlagen zu blättern, um in der Übersicht der eingegangenen Bauanträge entsprechendes zu finden. Einige Barbiser seien bereits in Aufruhr, sagte Röger. Und mit einer in diesem Zusammenhang hübschen Metapher stellte er fest: „Hier wäre Aufklärung nötig, bevor die Suppe hochkocht.“

Die weiteren Anfragen wurden im lockeren Gespräch behandelt. Erkenntnisse: Der Schulhof der Grundschule Barbis sei nachmittags deshalb nicht als öffentlicher Spielplatz freigegeben, weil er nur durch eine Hecke von den Bahngleisen getrennt sei. Ein Zaun werde seit längerem gefordert und solle demnächst errichtet werden. Die seit etlichen Monaten gesperrte Fußgängerbrücke über die B 27 werde auf absehbare Zeit nicht freigegeben. Die zuständige Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr müsse mit ihrem knappen Budget dringenderes erledigen. Das Gläsnertal sei derzeit Holzlagerplatz, es sei zu befürchten, dass Holztransporte dem eh schon erbarmungswürdigen Gläsnerweg den Rest geben. Der Weg genieße aufgrund des doch geringen Verkehrs aber nur eine niedrige Priorität. Bis hier Löcher geflickt würden (Gödecke: „Das ist ja ohnehin unser täglich Brot.“), sollte man abwarten, bis die Holzransporte abgeschlossen sind. Auch der Philosophenweg sei in einem sehr schlechten Zustand, die Stadt habe jedoch kein Geld für eine Sanierung. Das im Friedhofsweg angewandte Schnellverfahren eigne sich hier wohl wegen des Untergrundes nicht. Die Oderstraße aber sei nach der grundlegenden Sanierung zu einer Vorzeigestraße geworden. Das neue Licht sei sehr sparsam und dennoch so hell, dass man mit unterschiedlichen Einstellungen experimentiere.

  

„Wir haben einiges bewegt“

Der Bürgermeister kündigte zwei Termine an: Für die Anwohner der Koldung findet am Mittwoch, dem 5. Dezember, um 17 Uhr ein öffentlicher Informationsabend im Großen Sitzungssaal des Rathauses statt. Hier sollen Maßnahmen zur Böschungssicherung vorgestellt werden. Am Mittwoch, dem 28. November, soll um 16 Uhr der neue Jugendraum in Barbis eingeweiht werden.

Klaus-Peter Münch nahm die letzte Sitzung des Jahres zum Anlass, sich bei seinen Untergebenen zu bedanken. „Wir haben einiges bewegt – überparteilich und kollegial.“ Es sei ein angenehmes Arbeiten gewesen. Das wünsche er sich auch für die nächste Saison. Und wehe nicht: „Entweder haue ich dazwischen, oder Ihr könnt Eure Arbeit alleine machen!“ So ist er, der Bauauschuss-Vorsitzende – erfrischend anders und voller Energie.

Nächste Ratstermine

Die Sitzungswoche geht am Mittwoch, 21.11.2012, mit der Sitzung des Kur- und Touristikausschusses weiter (17 Uhr, Kleiner Sitzungssaal). Der Stadtrat tagt am Donnerstag, 29.11.2012, um 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses.


.................................................................................................................................................

Bild der Woche