Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 21. Oktober 2015.
Anregende Bürgergespräche in den Ortsteilen
SPD im Gespräch mit Vereinsvertretern und Bürgern aus Bartolfelde und Osterhagen




Das zu langsame Internet, die Nutzungsänderung des Grundschulgebäudes und die Entschärfung der Bockelnhagener Straße waren wichtige Punkte beim Bürgergespräch der SPD-Ratsfraktion mit Vereinsvertretern am Montag (19.10.2015) in Müllers Hof-Café. In einer sehr sachlich geführten Diskussion erläuterten die 16 Gäste den sieben Ratsmitgliedern und einem weiteren SPD-Vorstandsmitglied, welche politischen Aufgaben sie in ihrem Dorf sehen.
Als Schandfleck sehen die Bewohner das verfallene ehemalige Gasthaus „Zur Erholung“ an. Kann die Stadt das Gebäude kaufen, abreißen und dort einen Kinderspielplatz im Dorfzentrum einrichten? Oder ist es möglich, mit dem neuen Eigentümer des Grundschulgebäudes zu vereinbaren, dass der Spielplatz dort bleiben kann? Die Ratsmitglieder nahmen die Anregungen auf, ohne gleich eine Lösung zu wissen. Klar konnten sie die besorgten Bürger aber beruhigen, dass aus städtischer Sicht der Kindergarten in Bartolfelde im Bestand nicht gefährdet ist. Träger der Einrichtung ist die Kirche. „Es ist nicht geplant, eine der Kindertagesstätten zu schließen“, so die klare Ansage. Wohl gebe es Überlegungen, den Kindergarten Aue nach Barbis in die jetzige Grundschule zu verlegen.
Sanierung des Bartolfelder Dorfteichs erhitzt Gemüter
Kritik gab es auch am Zustand des Platzes vor dem ehemaligen Sparmarkt Deig. Es gebe die Zusage der Stadtverwaltung, das Unkraut im Pflaster zu entfernen, passiert sei aber seit Wochen nichts, klagten die Bürger. Ebenso gab es Kritik am Zustand des Teichablaufes. Auch der muss erneuert werden. Das Bauamt habe versprochen, nach einer Finanzierung zu suchen, die Stadt sei aber immer noch nicht tätig geworden.
Die Kosten für die Sanierung des Dorfteiches erhitzen immer noch die Gemüter. Man habe der Stadt vorgeschlagen, die Sanierung als Dorfinitiative selbst in die Hand zu nehmen, um Kosten zu sparen, aber die Stadt habe den Auftrag an eine Firma vergeben. Rechtliche Probleme seien der Grund für die Vergabe gewesen, die auch mit Gewährleistungsansprüchen zusammenhingen, erläuterten die Ratsvertreter.
SPD-Vorsitzender Uwe Speit, der die Diskussion moderierte, machte deutlich, dass man mit den Vertretern der Vereine im Gespräch bleiben wolle und kündigte eine weitere Gesprächsrunde noch vor Ostern an. Denn auch an diesem Abend stellte sich heraus, dass es ein großes Informationsbedürfnis bei den Bürgerinnen und Bürgern gibt. Und die Ratsmitglieder waren dankbar für die sachlichen Anregungen, wenngleich sie keine sofortigen Lösungen versprechen konnten.
Noch immer Schwerlastverkehr in Osterhagen
Eine Woche zuvor hatte es in Osterhagen ein ähnliches Bürgergespräch gegeben. Auch da war das zu langsame Internet ein Thema, ebenso der Schwerlastverkehr im Ort. Offenbar hätten die Navis vieler Fernfahrer die neue B 243 noch nicht gespeichert. Deswegen gab es den Vorschlag, an der Abzweigung in Barbis ein Schild aufzustellen: „A 38 – Neue Verkehrsführung Richtung Halle“.
Ein weiterer wichtiger Punkt war der Wunsch der Anlieger der alten Bundesstraße, dass bei der Sanierung der Straße auch neue Bordsteinkanten gesetzt werden, aber nicht auf Kosten der Anlieger. Letzteres konnten die SPD-Politiker mit Hinweis auf die Straßenausbausatzung nicht versprechen. Aber sie sagten zu, zusammen mit der Verwaltung zu versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden.