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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 22. Februar 2016.
Politik

Weiterer Austausch mit Vereinsvertretern

SPD Bad Lauterberg diskutierte erneut mit Bürgerinnen und Bürgern – Sachliche Gespräche in den Ortsteilen, Enttäuschung in der Kernstadt

Beim SPD-Bürgergespräch in Osterhagen kamen viele Themen zur Sprache...
Beim SPD-Bürgergespräch in Osterhagen kamen viele Themen zur Sprache...
...auch in Barbis wurde es ein sachlicher Abend...
...auch in Barbis wurde es ein sachlicher Abend...
...im kleinen Ratssaal in Bad Lauterberg machte sich dagegen Ernüchterung breit.
...im kleinen Ratssaal in Bad Lauterberg machte sich dagegen Ernüchterung breit.

Gespräche, die die SPD Bad Lauterberg im November 2015 begonnen hatte, haben jetzt ihre Fortführung gefunden. Vorstand und Ratsfraktion hatten Vereinsvertreter zu Gesprächen eingeladen, um über die Zukunft der gesamten Stadt zu diskutieren. Auch berichteten Uwe Speit, Gerhard Oberländer und Holger Thiesmeyer über das, was sich seit dem vergangenen Treffen getan hatte.

Während die Gespräche in Osterhagen und Barbis vorwiegend recht sachlich verliefen, machte sich in Bad Lauterberg ein wenig Enttäuschung breit, dass noch keine Erfolge zu verbuchen waren. Die SPD-Fraktion hatte mit Anträgen zum Verkehr zwar die besprochenen Themen angeschoben, die verschiedenen Verkehrsbehörden hatten aber noch keine Entscheidung getroffen. Vielleicht hätte man das Treffen dann später ansetzen sollen, war die verbreitete Meinung, wenn es feste Ergebnisse gibt.

 

Drohendes Jagdverbot und geplanter Windpark

In Osterhagen gab es zwei größere Themen. Nachdem die Stadt ein Grundstück an die Forstverwaltung verkauft hat, will die neue Eigentümerin das Jagdrecht einschränken bis ganz aufheben. Das verärgert die Feldmarkgenossenschaft. Unklar war auf der Versammlung, ob das Jagdrecht nicht automatisch mit dem Besitzerwechsel bestehen bleibt. Ansonsten wollen die Jagdpächter einen finanziellen Ausgleich haben.

Die Ratsmitglieder informierten sich in Osterhagen und in Barbis bei den Bürgern über Aktivitäten einer Firma, die einen Windpark in Bartolfelde mit deutlich mehr als 200 Meter hohen Windrädern errichten will. Der Rat hat sich mit diesem Thema noch nicht befasst, weil es noch keinen Antrag gibt, den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan zu ändern. Uwe Speit und Uwe Strutzberg sagten zu, in der nächsten Bauausschuss-Sitzung danach zu fragen.

 

Was wird aus dem Barbiser Schulgebäude?

Weitere Themen waren in Osterhagen die Dorferneuerung, die Reparatur der Durchgangsstraße und die aus Sicht der Bürger mangelnde Investitionstätigkeit der Stadt in den Ortsteilen. Allerdings war ein kleines Anliegen schon Stunden später erledigt: ein großes Loch in der Fahrbahn Am Pfingstanger stopfte der Bauhof bereits am folgenden Tag.

In Barbis interessierte die Zukunft des Grundschulgebäudes sehr. Uwe Speit informierte die Vereinsvertreter ausführlich über derzeitige Pläne, die Aue-Kindertagesstätte hier einzurichten, um auch die Turnhalle für die Vereine zu erhalten. Ebenso werde darüber nachgedacht, in dem Schulgebäude einen Treffpunkt oder gar ein Familienzentrum einzurichten. Auch die Blutspenden sollen hier weiter stattfinden können. Allerdings wies der SPD-Vorsitzende darauf hin, dass der Rat erst in dieser Woche (KW 08) darüber beschließen wird.

 

„Tal der Tränen dauert fünf Jahre“

Bei allen drei Treffen sprachen die Geladenen das Problem an, dass die Zuschüsse für die Vereine gestrichen worden sind. Das bringe die Vereine nicht nur in finanzielle Schwierigkeiten, sondern werde auch so empfunden, dass das Ehrenamt der Aktiven nicht wertgeschätzt werde. Man wolle ja nicht das Geld für sich persönlich, sondern für die Vereinsarbeit.

Uwe Speit, selbst jahrelang Vorsitzender eines großen Sportvereins, erklärte das Dilemma: Sehr wohl möchte der Rat die Vereine unterstützen und die Arbeit der Ehrenamtlichen fördern. Andererseits dürfe die Stadt in den kommenden fünf Jahren kein oder kaum Geld ausgeben, für das es keine gesetzliche Verpflichtung gebe, um den Haushalt zu sanieren. Das sei der Preis für die mehr als neun Millionen Euro Entschuldungshilfe gewesen. „Das Tal der Tränen dauert fünf Jahre“, sagte Speit.


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