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Dienstag, 20. Oktober 2026
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Geschrieben von Karl Heinz Bleß am 28. Februar 2016.
Politik

SPD-Kandidaten stehen fest

Kommunalwahl 2016: Bernhard Reuter und Karl Heinz Hausmann zu Gast bei der Mitgliederversammlung zur Listenaufstellung

Die SPD-Kandidaten für die Kommunalwahl 2016.
Die SPD-Kandidaten für die Kommunalwahl 2016.
Die Mitgliederversammlung der SPD.
Die Mitgliederversammlung der SPD.
Bernhard Reuter.
Bernhard Reuter.
Karl Heinz Hausmann
Karl Heinz Hausmann
Uwe Speit.
Uwe Speit.

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Bad Lauterberg haben am Freitag (26.02.2016) festgelegt, wer für die Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl am 11. September kandidiert. Auch legten sie die Reihenfolge der Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen fest. Es wird ein neuer Stadtrat gewählt, der dann nur noch 20 statt bisher 24 Mitglieder haben wird, und der erste Kreistag im neuen Kreis Göttingen nach der Fusion. Der Kreistag wird 72 Mitglieder haben. Außerdem wird ein Landrat gewählt – dafür möchte der jetzige Landrat von Göttingen und frühere Landrat in Osterode, Bernhard Reuter, kandidieren.

 

Kandidaten für den Stadtrat

Für die Wahl zum Stadtrat werden folgende SPD-Mitglieder ins Rennen gehen: Uwe Speit, Gudrun Teyke, Holger Thiesmeyer, Barbara Rien, Ingo Fiedler, Petra Schultheis, Kai Große, Annette Harms, Gerhard Oberländer, Erika Engelke, Hans-Joachim Frank, Claus Brille und Sven Strutzberg. Fünf der 13 Kandidatinnen und Kandidaten sind erst jüngst in die SPD eingetreten. Volkmar Rudolph verzichtete während der Versammlung aus familiären und beruflichen Gründen auf eine Kandidatur.

 

Kandidaten für den Kreistag

Für den Kreistag kandidieren aus Bad Lauterberg Barbara Rien, Ingo Fiedler, Sven Strutzberg und Andree Linke. Auf der Liste stehen außerdem die SPD-Kandidaten aus Bad Sachsa und Walkenried.

 

Reuter: Kreisfusion richtig und notwendig

Zu Beginn der Versammlung war Bernhard Reuter in einem längeren Grußwort noch einmal auf die Kreisfusion eingegangen. Die Vorbereitungen für die Zusammenlegung der Kreisverwaltungen seien voll im Zeitplan, obwohl es immer wieder Probleme gab und geben wird. Er stellte in Aussicht, dass der Kreishaushalt schon 2017 anstatt ab 2019, wie im Zukunftsvertrag vorgesehen, ausgeglichen sein wird.

Insgesamt, stellte Reuter fest, sei die Kreisfusion „richtig und notwendig“. Die sinkende Einwohnerzahl mit sinkenden Finanzen hätten den Kreis Osterode schon bald handlungsunfähig gemacht. Diese Erkenntnis setze sich inzwischen auch bei den Gegnern der Kreisfusion durch. Allein wegen der geringeren Kreisumlage, nannte Reuter ein Beispiel, werde Bad Lauterberg knapp 400 000 Euro weniger an den Kreis abgeben müssen. Dieses Geld stehe der Stadt zusätzlich zur Verfügung.

Für das Gelingen eines Aufschwungs in Südniedersachsen nannte Reuter drei Dinge: eine gute Strategie, gutes Personal und Geld. Mit dem Südniedersachsenprogramm des Landes sei man auf einem guten Weg. Vor allem bessere sich der Ruf der Region. Von Hannover über Berlin bis hin nach Brüssel habe bisher Südniedersachsen den Ruf gehabt, wenig innovativ und total zerstritten zu sein. Das habe sich durch die „einzige freiwillige Kreisfusion“ geändert. Man erkenne an, dass die Südniedersachsen doch innovativ seien und sich einigen könnten. An letzterem Punkt müsse man weiter arbeiten, sagte Reuter, um gemeinsam Projekte voranzubringen. Dann bekomme man auch leichter Fördergelder.

 

Hausmann: Kreis litt fünf Jahre ohne Landrat

Karl Heinz Hausmann, stellvertretender Unterbezirksvorsitzender, sagte, der Landkreis Osterode habe darunter gelitten, dass er fünf Jahre ohne Landrat leben musste. Trotzdem habe Göttingen bei den Fusionsverhandlungen viele Zugeständnisse gemacht. Zusammen mit Göttingen könne man „viele Programme“ umsetzen, die mit dem Alternativpartner Goslar nicht möglich gewesen wären. Er wünschte sich zum Schluss, „so viele SPD-Abgeordnete wie möglich“ in den neuen Kreistag zu entsenden. Darüber entschieden aber die Wahlen am 11. September.

 

Speit: Brauchen uns für Beschlüsse nicht zu entschuldigen

SPD-Ortsvereinsvorsitzender Uwe Speit sagte, die SPD brauche sich für ihre schwierigen Entscheidungen der vergangenen Monate nicht zu entschuldigen. Es seien schwere, aber richtige Entscheidungen gewesen. Dabei nannte er die Schließung von zwei Grundschulen. Dafür bekomme man aber eine Grundschule mit einer deutlich besseren Ausstattung. Und mit der Entscheidung des Rates am Tag zuvor, an die Kindertagesstätte in Bartolfelde einen Gruppenraum anzubauen und die Kindertagesstätte aus der Aue nach Barbis ins Grundschulgebäude zu verlegen, werde sich die Situation für die Kinder deutlich verbessern. Zudem habe der Umzug des Kindergartens nach Barbis den hervorragenden Nebeneffekt, dass die Turnhalle dort für beide Kindertagesstätten in Barbis und für den Vereinssport erhalten werden kann.


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