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Sonntag, 14. April 2024
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Geschrieben von Boris Janssen am 04. Oktober 2012.
Politik

„Wir wollen da Leben reinbringen“

Der Kurpark soll ein echter Treffpunkt für Jung und Alt werden – mit Spiel, Spaß und Geselligkeit. Für ein entsprechendes Konzept sucht die Stadtverwaltung Ideen. Die Bürger sollen mitmachen.

Schön, aber auch ganz schön langweilig: Viel mehr als Spaziergehen ist im Kurpark nicht drin. Das soll sich bald ändern.
Schön, aber auch ganz schön langweilig: Viel mehr als Spaziergehen ist im Kurpark nicht drin. Das soll sich bald ändern.
Die Minigolfanlage und der Spielplatz (im Hintergrund) werden der Umgestaltung wohl zum Opfer fallen. Sie sollen durch modernere Freizeitmöglichkeiten ersetzt werden.
Die Minigolfanlage und der Spielplatz (im Hintergrund) werden der Umgestaltung wohl zum Opfer fallen. Sie sollen durch modernere Freizeitmöglichkeiten ersetzt werden.
Entspannen unter Bäumen: In Höhe des ehemaligen Bahnhofs Kurpark könnte ein Biergarten entstehen. Die Bäume sollen auf jeden Fall stehen bleiben.
Entspannen unter Bäumen: In Höhe des ehemaligen Bahnhofs Kurpark könnte ein Biergarten entstehen. Die Bäume sollen auf jeden Fall stehen bleiben.

Eigentlich hätte es die Top-Nachricht des Abends werden müssen, findet Bürgermeister Dr. Thomas Gans (SPD). Doch irgendwie hatte sich die Redelust der Ratsmitglieder auf der Ratssitzung am 27.09.2012 schlagartig erschöpft. Keiner sagte was. So ging nach den umfangreichen Diskussionen völlig unter, was der Verwaltungschef als Sensation empfindet: Der Kurpark soll neugestaltet werden.

„Es hat schon viele Gerüchte gegeben – jetzt ist es offiziell“, sagte Thomas Gans bei einem Pressegespräch. Denn einstimmig, und ohne Diskussion, hat der Stadtrat die Verwaltung damit beauftragt, ein Konzept für die Umgestaltung des „östlichen Kurparks“ zu erstellen. Das ist der Teil des Kurparks zwischen ehemaligem Altersheim und dem Hotel Revita.

„Wir wollen da Leben reinbringen“, erklärte der Bürgermeister. Vor allem Kinder und Jugendliche sollten dabei im Fokus stehen. Für sie sei das Freizeitangebot bisher „völlig unzulänglich“, hatte schon die Gruppe CDU/SPD in ihrem Ratsantrag festgestellt. „Aber es reicht nicht, einfach den Spielplatz auf Vordermann zu bringen“, weiß Gans. Vielmehr solle das gesamte Areal neu durchdacht und genutzt werden.

Klettern, Beachvolleyball, Schlittschuhlaufen, Biergarten?

Den jetzigen Spielplatz und die heutige Minigolfanlage werde es im „neuen“ Kurpark sicher nicht mehr geben. Ansonsten stehe bisher aber nichts fest, man habe nur schon einige Ideen gesammelt. Eine Kletterwand oder ein Beachvolleyballfeld nannte bereits die Gruppe in ihrem Antrag. Der Bürgermeister könnte sich einen Spielplatz mit Wasserelementen vorstellen, der vielleicht auch das Thema Kneipp aufgreifen könnte. Auch ein neuer Minigolfplatz sei denkbar, wenn er zeitgemäße Bahnen hätte. Auf jeden Fall solle es „sportliche Aktivitäten“ geben – und zwar auch für Erwachsene und Senioren. Vielleicht könne man ein Ballspielfeld so gestalten, dass es im Winter als Schlittschuhfläche herhalten könnte – wobei allerdings nicht Eis, sondern spezielle Kunststoffplatten genutzt werden sollten.

„Die Wünsche sind vielfältig“, weiß Thomas Gans. Er würde sich freuen, wenn er viele Anregungen aus der Bevölkerung bekommt. Wer eine Idee habe, solle sie ihm schreiben oder anrufen. Er selbst hat auch ein Anliegen, dass er wohl aus seiner Zeit in Bayern mitgebracht hat: Er wünscht sich eine rustikale Gastronomie im Freien – sprich einen Biergarten. Da könne man sich unter den Bäumen gemütlich hinsetzen, während die Kinder – oder Enkel – im Blickfeld spielen könnten.

Probleme mit der Nachbarschaft erwartet Gans nicht. Ein Biergarten müsse ohnehin um 22 Uhr schließen, und laut neuerer Rechtsprechung seien spielende Kinder kein Lärm. Betroffene Hotelbetreiber hätten bereits Zustimmung signalisiert.

Bürgermeister hofft auf Fördergelder und Sponsoren

Das Konzept soll noch in diesem Jahr stehen. Dann möchte es der Verwaltungschef auf einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen, um mit den Bürgern darüber zu diskutieren. Wie schnell die Ideen letztlich umgesetzt werden können, hänge entscheidend von den Kosten und eventuellen Fördergeldern ab.

Thomas Gans rechnet durchaus mit einem sechsstelligen Betrag, den der künftige Spaß kosten könnte. Den Anteil der Stadt will er aber am liebsten auf null drücken. „Ich möchte ja auch deswegen ein Konzept in der Hand haben, um damit Fördergelder akquirieren zu können“, erklärte Gans. Für den Biergarten hofft er auf die Unterstützung einer Brauerei – er führe bereits entsprechende Gespräche. Es müsse sich dann ein lokaler Wirt finden, der den Biergarten als Saisongeschäft mitbetreibe. „Und vielleicht finden wir noch weitere Sponsoren für Spielgeräte“, hofft Gans.

Völlig umgekrempelt wird der Kurpark aber nicht. Die Tennisanlage soll erhalten und die Bäume nach Möglichkeit alle stehen bleiben. Denn bei allem Tempo, das die Verwaltung neuerdings anschlägt, ist dem Bürgermeister klar: „Solch schöne Bäume bekommen wir so schnell nicht wieder.“

 

 

 


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