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Geschrieben von Boris Janssen am 07. Dezember 2016.
Politik

SoVD für Seniorenbeaufragte/n

Ortsverbände stellen gemeinsamen Antrag an den Rat – Verwaltung begrüßt Initiative

Der Ortsverband Bad Lauterberg ist der größte der vier Ortsverbände im Stadtgebiet.
Der Ortsverband Bad Lauterberg ist der größte der vier Ortsverbände im Stadtgebiet.

Das Durchschnittsalter der Bad Lauterberger Bevölkerung wird in den kommenden Jahren immer weiter steigen. Gleichzeitig wandelt sich auch die Welt der Senioren. Beides stellt die Stadt vor große Herausforderungen. Und deshalb haben die vier SoVD-Ortsverbände Bad Lauterberg, Barbis, Bartolfelde und Osterhagen den gemeinsamen Antrag an den Rat der Stadt gestellt, über die Bestellung einer oder eines Seniorenbeauftragten nachzudenken. Sie oder er soll der Stadt dabei helfen, die richtigen Weichen zu stellen. Das Thema wird am Donnerstag, dem 8. Dezember 2016 (17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses), für eine erste Beratung auf der Tagesordnung des Sozialausschusses stehen.

 

Teilhabe ermöglichen, Kompetenzen einbringen, Projekte anstoßen

Aus der Statistik lässt sich ablesen: Schon in fünf Jahren sind annähernd 30 Prozent der Bevölkerung im ehemaligen Landkreis Osterode über 65 Jahre alt. Das heißt zum einen natürlich, der Pflegebedarf wird steigen. Zum anderen aber seien viele der heutigen Senioren durchaus fitter, als das in vergangenen Zeiten die Regel war, weiß Frank Uhlenhaut, Beisitzer im Vorstand des SoVD Bad Lauterberg. Viele Menschen wollten sich auch im beruflichen Ruhestand persönlich weiterentwickeln und seien bereit, sich in die Gesellschaft einzubringen, erklärte er bei einem Gespräch von Vertretern aller vier SoVD-Ortsverbände mit Bürgermeister Dr. Thomas Gans. Freilich sei die Gesellschaft angesichts des demografischen Wandels genau darauf angewiesen: „Die Kommunen brauchen fitte Senioren, die ihre Kenntnisse und Erfahrungen in gesellschaftliches Engagement einbringen.“

Die SoVD-Ortsverbände sind überzeugt, eine/e Seniorenbeauftragte/r könne der Stadt dabei helfen, die richtigen Bedingungen dafür zu bieten. Sie oder er könne darauf hinwirken, eine höhere Lebensqualität für Senioren zu schaffen und zu erhalten sowie ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und aktives bürgerschaftliches Engagement zu ermöglichen. Und sie oder er könne dafür sorgen, dass barrierefreie öffentliche Räume sowie ausreichende Versorgungstrukturen im Blick bleiben. Deshalb soll die Person nach den Vorstellungen der Verbände Ansprechpartner für Senioren und deren Angehörige sein und in den Gremien der Stadt Anregungen und Vorschläge der Senioren vertreten. Sie soll bei Planungen, Entscheidungen und Maßnahmen der Stadt beratend mitwirken sowie Anliegen und Interessen der Senioren an Politik und Verwaltung vermitteln. Sie soll in der Seniorenarbeit tätige Institutionen und Vereine miteinander vernetzen und Öffentlichkeitsarbeit im Interesse der Senioren betreiben. Oder, wie es Uhlenhaut auf den Punkt brachte: Teilhabe ermöglichen, Kompetenzen einbringen, Projekte anstoßen.

 

„Stadt in die Lage versetzen, mit Altersstruktur zurechtzukommen“

Auch Bürgermeister Thomas Gans weiß um die Bedeutung des Themas: „Zum Glück haben wir in der Stadt viele fitte Menschen im Ruhestand, die in Vereinen und Verbänden viel wertvolle Arbeit leisten, die sonst nicht geleistet würde.“ Das müsse erhalten und ausgebaut werden. Deshalb könne er die SoVD-Initiative nur begrüßen. Und er ist sicher, dass auch die Ratsmitglieder der Bestellung einer oder eines solchen Seniorenbeauftragen gegenüber offen sein werden. Sie müssten sich dann überlegen, wie groß der Umfang der Stelle werden soll, auch was Aufwandsentschädigung oder gar ein eventuelles eigenes Budget angeht.

Gans selbst sieht einen wesentlichen Schwerpunkt der Arbeit darin, die Grundversorgung in den Dörfern und generell die Mobilität zu verbessern. „Das kann aber nur ein Anfang sein“, sagte er. „Wir müssen die Stadt in die Lage versetzen, mit der künftigen Altersstruktur zurechtzukommen.“

 

Wunsch: Posten noch 2017 besetzen

„Mit unseren 1.450 Mitgliedern in den vier Ortsverbänden freuen wir uns über das positive Signal aus der Verwaltung“, sagte der Bad Lauterberger SoVD-Vorsitzende Ulrich Helmboldt. So hofft er denn, dass auch die Politik Ja sagt. Er unterstrich noch einmal das Potential, das sich durch die neue Situation der Rentner ergebe. Da sei ein/e Seniorenbeauftragte/r für die Stadt „ein unglaublicher Vorteil“.

Allerdings waren sich alle auch in einem Punkt einig: Es werde wohl schwer werden, den sicher arbeitsintensiven Posten zu besetzen. Doch Helmboldt ist zuversichtlich: „Es wäre schön, wenn wir schon 2017 jemanden dafür finden.“


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