Geschrieben von Markus Herzberg (Feuerwehr Herzberg) / Boris Janssen am 21. September 2019.
Rettungseinsatz und lahmgelegter Bahnverkehr wegen Kinderstreich?
Wohl ein Kinderstreich hat am Freitagabend (20.09.2019) in Herzberg Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst samt Rettungshubschrauber einen unnötigen Einsatz beschert und den Eisenbahnverkehr lahmgelegt
Gegen 18.10 Uhr wurde die Feuerwehr zur Eisenbahnstrecke Richtung Northeim gerufen. Über die Leitstelle war gemeldet worden, dass im Bereich des Ortsausgangs eine Regionalbahn ein Kinderfahrrad erfasst hatte. Nachdem die Strecke umgehend gesperrt und der Bahnverkehr eingestellt worden waren, suchten die Einsatzkräfte die Gleisstrecke zum Teil zu Fuß und mit Hilfe des Rettungshubschraubers Christoph 44 auch aus der Luft nach potentiell verletzten Kindern ab.
Auf Höhe der Fußgängerunterführung zwischen den Stadtteilen Aue und Kastanienplatz fanden sie dann das gemeldete Kinderfahrrad: Es handelte sich um ein Kinderdreirad aus Plastik. Eine weitere Suche rund um den Kollisionsort nach potentiell verletzten Kindern verlief glücklicherweise ergebnislos.
Weniger schön: Während der Suche meldeten sich zwei Zeugen, die gesehen haben, wie das Dreirad auf den Gleisen abgelegt worden sei. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich also nicht um einen Unglücksfall, sondern um einen Streich von „spielenden Kindern“. Die Einsatzstelle wurde an die Göttinger Bundespolizei übergeben, die dann auch anwesende Zeugen befragte.
Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Herzberg: 28 Einsatzkräfte mit HLF20, LF20, TLF16/25, ELW
Rettungsdienst: Rettungswagen, Rettungshubschrauber Christoph 44
Bundespolizei Göttingen: 2 Beamte mit Streifenwagen
