Geschrieben von PM am 21. September 2015.
Über 700 Verstöße in einer Woche
Von Montag (14.09.2015) bis Samstag (19.09.2015) hat das Polizeikommissariat Bad Lauterberg eine Verkehrssicherheitswoche in seinem Zuständigkeitsbereich Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Walkenried durchgeführt. Insgesamt stellte die Polizei 675 Geschwindigkeitsverstöße von Pkw-, Lkw- und Kradfahrern fest – den Rekord hält ein Pkw-Fahrer mit 54 km/h zu viel. Hinzu kamen zwölf Verstöße gegen die Gurtpflicht, ein Verstoß wegen der Nutzung eines Mobiltelefones am Steuer und 24 Verstöße im Schwerlastverkehr.
Den Abschluss der Woche bildete am Samstag eine Geschwindigkeitsmessung an der B 27 in Höhe der Odertalsperre, bei der gezielt Motorradfahrer kontrolliert und ihre Maschinen auf unzulässige bauliche Veränderungen überprüft wurden. Der schnellste Kradfahrer wurde mit 28 km/h zu viel gemessen, und an zwei Motorrädern wurden zu laute Abgasanlagen festgestellt. Auf der Strecke an der Talsperre war es im Laufe des Jahres zu mehreren schweren Motorradunfällen gekommen, ein Motorradfahrer war dabei ums Leben gekommen. Die Kontrolle wurde von sachkundigen Polizeibeamten der „Kontrollgruppe Krad“, allesamt selbst Motorradfahrer, aus der Polizeiinspektion Hildesheim begleitet. Diesbezüglich war auch ein Kamerateam des NDR für eine Reportage vor Ort.
Die Verkehrssicherheitswochen sind Teil der Verbundstrategie zur niedersächsischen Verkehrssicherheitsinitiative (VSI) 2020 und beinhalten gezielte Verkehrskontrollen, Verkehrs- und Schulwegüberwachung sowie präventive Maßnahmen. Besonderes Augenmerk gilt dabei den Hauptunfallursachen wie überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol- beziehungsweise Drogenbeeinflussung am Steuer.
Um mögliche Unfallfolgen zu minimieren, wurde im Rahmen der Maßnahmen auch gezielt auf die vorgeschriebene Verwendung von Rückhaltesystemen wie Sicherheitsgurte und Kindersitze geachtet. Wertvolle Unterstützung erfuhr die Polizei Bad Lauterberg bei ihren Kontrollen durch das Bundesamt für Güterverkehr und den Landkreis Osterode am Harz. Die Polizei wird ihre Kontrollen selbstverständlich auch außerhalb derartiger Thementage fortführen.