Geschrieben von Boris Janssen am 15. November 2016.
Hinterhältige Betrüger: Polizei warnt vor falschen BKA-Mitarbeitern
Die Polizei warnt eindringlich vor einer weiteren hinterhältigen Betrugsmasche, der am Mittwoch (09.11.2016) eine 85-jährige Frau aus der Samtgemeinde Hattorf aufgesessen ist. Sie erhielt einen Anruf von einem angeblichen BKA-Mitarbeiter, der sich auf eine angebliche, an die Geschädigte gerichtete Gewinnbenachrichtigung berief. Er behauptete, es handele sich um ein Betrugsschreiben und dahinter stecke eine Bande. Um die Täter zu ermitteln, benötige der angebliche BKA-Beamte die Unterstützung der Frau – in Form von Bargeld. Nach weiteren Anrufen an den Folgetagen hob die Geschädigte mehrere tausend Euro von ihrem Konto ab und übergab das Geld dann wie verabredet einer unbekannten weiblichen Person, die abends an ihrer Haustür erschien.
Derartige Anrufe, die darauf abzielen an das Geld der oft älteren Menschen zu gelangen, sind eine besonders hinterhältige Form des Betruges, der für Opfer oft existenzielle Folgen haben kann, warnt die Polizei. Sie können dadurch hohe Geldbeträge verlieren oder sogar um ihre Lebensersparnisse gebracht werden.
Daher rät die Polizei:
- Seien Sie bei derartigen Anrufen misstrauisch.
- Sprechen Sie sofort mit ihren Angehörigen oder Vertrauenspersonen, wenn sie derartige Anrufe erhalten haben.
- Die „echte Polizei“ fordert niemals dazu auf, Banküberweisungen oder Bargeldabhebungen durchzuführen, um Ermittlungen zu unterstützen.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich dringende Ermittlungen.
- Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
- Übergeben Sie niemals Geld an fremde Personen.
- Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.