Geschrieben von PM / Boris Janssen am 22. April 2017.
Mit dreieinhalb Promille Schneise der Verwüstung angerichtet
Mit 3,49 Promille im Atem hat ein 43-jähriger Autofahrer aus Bad Sachsa am Samstagmorgen (22.04.2017) in Tettenborn eine Schneise der Verwüstung angerichtet und konnte trotzdem erst von der Polizei gestoppt werden.
Gegen 9 Uhr überholte ein VW Golf mit Nordhäuser Kennzeichen auf der K 29 zwischen Bad Sacha und Tettenborn ein anderes Auto, dessen Insassen der Polizei später von einer „unsicheren Fahrweise“ des Golfs berichteten. Kurz vor Tettenborn kam der Golf nach rechts von der Fahrbahn ab und überfuhr einen Leitpfosten sowie das Ortsschild. Statt nun aber anzuhalten, fuhr der Wagen weiter und bog nach links in die Neuhofer Straße ein – offensichtlich zu schnell, denn der Golf wurde nach rechts aus der Kurve getragen und stieß gegen zwei auf dem Parkstreifen abgestellte Autos. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt, eines trug sogar offensichtlich einen Totalschaden davon. Auch ein hinter einem Auto stehender Anhänger wurde leicht in Mitleidenschaft gezogen.
Als der Golf nach diesem zweiten Zusammenstoß erst einmal stehen blieb, wollte ein Zeuge die Autoschlüssel abziehen, um die Weiterfahrt zu verhindern. Dennoch gelang es dem Fahrer, mit seinem ebenfalls stark beschädigten Auto weiterzufahren. Die herbeigerufene Polizei aus Bad Lauterberg und Nordhausen konnte das Unfallfahrzeug und den Fahrer kurze Zeit später am Ortsrand von Tettenborn dann endlich stellen.
Die Beamten stellten fest, dass sich der in Bad Sachsa wohnende Mann sturzbetrunken ins Auto gesetzt hatte. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,49 Promille. Der Mann wurde zum Kommissariat nach Bad Lauterberg gebracht, wo ihm eine Blutprobe ent- und der Führerschein abgenommen wurde.
Der entstandene Sachschaden beträgt etwa 18.000 Euro. Neben der Begleichung des angerichteten Sachschadens erwarten den Mann nun ein Strafverfahren mit einer empfindlichen Geldstrafe sowie ein langer Führerscheinentzug.