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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von PM Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg am 16. März 2019
Region

Es geht auch ohne Auto

Trotz Regen und Wind: 170 Gäste haben das Wanderangebot „Mit dem Zug durch die Karstlandschaft Südharz“ getestet

Auch der Steg konnte nasse Füße nicht vermeiden: Die Furt der Wieda führt meist nur im Frühjahr Wasser, der Regen ließ sie an diesem Tag besonders anschwellen.
Auch der Steg konnte nasse Füße nicht vermeiden: Die Furt der Wieda führt meist nur im Frühjahr Wasser, der Regen ließ sie an diesem Tag besonders anschwellen.
Dank Sonderticket...
Dank Sonderticket...
...ging es mit dem Zug...
...ging es mit dem Zug...
...zum Wandern in der Gipskarstlandschaft.
...zum Wandern in der Gipskarstlandschaft.
Allein neun Bahnhaltepunkte liegen in unmittelbarer Nähe zum Karstwanderweg.
Allein neun Bahnhaltepunkte liegen in unmittelbarer Nähe zum Karstwanderweg.

Großer Andrang hat bei der Wanderfahrt durch den Gipskarst geherrscht, die der Förderverein Deutsches Gipsmuseum und Karstwanderweg und die DB Regio AG am Sonntag (10.03.2019) gemeinsam anboten. Die Sonderfahrt führte mit dem Zug entlang des Karstwanderwegs von Gittelde nach Woffleben. Entlang der Strecke gab es Erläuterungen zum Gipskarst, zur Bahngeschichte und zu den Wandermöglichkeiten ab den Bahnhöfen. Ziel war es, die Fülle von Einstiegsmöglichkeiten in den überregionalen Wanderweg durch neun Bahnhaltepunkte und zahlreiche Busstationen aufzuzeigen. Wander- und Fremdenverkehr muss auch anders – ohne Auto – gehen.

 

Schöne Fernblicke und ein Gang durch die Wieda

Weit über einhundert Gäste warteten im Regen am Haltepunkt Gittelde, weitere stiegen entlang der Strecke zu. Mit umfangreichen Erläuterungen, von Firouz Vladi aus Osterode über das Bordmikrofon gesprochen, ging es bis Woffleben. Eine kleinere Gästeschar strebte dem dortigen Jägerhof zu, wo es Kaffee und Kuchen im Trockenen gab, eine Gruppe wanderte, geführt von Dipl.-Geologe Reiner Völker (Uftrungen) zur Kohnsteinschwinde.

Die andere Hälfte wanderte, geführt von Uwe Schridde (Förste) und Firouz Vladi und begleitet von Anneke Riedel von der DB Regio AG aus Hannover, auf dem Karstwanderweg zum Naturdenkmal Igelsumpf, einem Erdfallsee mit Schwinde und großer Gipssteilwand. Weiter ging es durch die Wieda, die hier an der Furt um die neun Monate im Jahr trocken daliegt, während das Wasser im verkarsteten Untergrund dem Salzaspring zustrebt. Hier hatte die Stadt Ellrich freundlicherweise einen provisorischen Steg gelegt, denn im Frühjahr führt die Wieda doch einiges Wasser. Etwas nasse Füße gab es auch, denn die Wieda war aufgrund der Regenfälle über Nacht weiter angeschwollen.

Entlang von obstbaumgesäumten Feldwegen ging es mit schönen Fernblicken auf das Wiedatal mit Gudersleben und das Zorgetal mit Woffleben und den Gipsfelsen des Himmelbergs zum dortigen Bahnhof zurück. Nassgeregnet wurde dank Sonderticket die Rückfahrt angetreten.

 

Angebot soll wiederholt werden

Es hat allen etwa 170 Gästen Spaß gemacht, fürs Wetter kann man sich im Harz bekanntlich nur richtig anziehen, und die Gäste hörten mit Freuden und mit Zustimmung der Vertreterin der DB Regio, dass solche Touren, dann, wenn es grün ist, bei Kaiserwetter wiederholt werden sollen. 

Das Karstwanderweg-Programm 2019 ist in allen Tourist-Infostellen und bei den Wanderführern erhältlich, ebenso die Rundwegbroschüre. Beide enthalten viel Wissenswertes über die Südharzer Karstlandschaft. Das Programm findet sich auch auf der Website des Karstwanderwegs (externer Link).


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