Geschrieben von PM am 09. Juni 2019
(Auf-)Brüche zur Demokratie
Tagung im Grenzlandmuseum Eichsfeld
Das Grenzlandmuseum Eichsfeld veranstaltet am 13. Juni 2019 gemeinsam mit den Landeszentralen für politische Bildung in Niedersachsen und Thüringen eine Tagung mit dem Titel „(Auf-)Brüche zur Demokratie“, die sich den Wegstrecken der Demokratiegeschichte in den letzten 100 Jahren widmet: 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre doppelte Staatsgründung sowie 30 Jahre Friedliche Revolution. Bei all diesen Zäsuren beanspruchten die Beteiligten für sich, die „Demokratie“ zu verwirklichen, sie hatten jedoch sehr unterschiedliche Vorstellungen. Die Tagung richtet sich an Studierende, Lehrkräfte, Akteurinnen und Akteure sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der historischen und politischen Bildung sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.
Viele spannende Referenten sind zu Gast, u.a. der ehemaligen Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung Prof. Wolfgang Benz, der die doppelte Staatsgründung von 1949 im Kontext des Scheiterns von „Weimar“ beleuchten wird.
Neben weiteren historischen Vorträgen wird ein abschließendes Podium auch aktuellen Fragestellungen nachgehen: Lothar Tautz, der 1989 Initiator und Moderator einer der vielen basisdemokratischen Runden Tische in der DDR war, ist bis heute als politische Bildner in der Republik unterwegs. Gemeinsam mit Monika Dehmel, Geschäftsführerin des preisgekrönten Vereins Politik zum Anfassen e.V. und dem Geschichtsdidaktik-Professor Matthias Steinbach aus Braunschweig, wird er darüber diskutieren, welche Lehren aus der historischen Entwicklung zu ziehen sind und ob wir im Jahr 2019 neue demokratische Aufbrüche brauchen.


