Geschrieben von ski/Peter Bischof/PM am 09. August 2019
Kandidaten für das Osteroder Bürgermeisteramt auf Wahlkampftour
Neben Jens Augat (SPD) und Andreas Röthke (CDU) tritt eine weitere Bewerberin an


Am 15. September wird in Osterode am Harz gewählt: zwei Kandidaten und eine Kandidatin treten dabei an, um Stadtoberhaupt zu werden. Neben Lehrer und Verwaltungswissenschaftler Jens Augat (SPD) und Bankdirektor Andreas Röthke (CDU) bewirbt sich Maren Drews als Einzelwahlvorschlag um das Amt. Wenn die Osteroder Testwagenfahrerin allerdings gegen ihre beiden Konkurrenten gewinnen will, wird sie sich mächtig anstrengen müssen, denn beide haben bereits in den letzten Wochen zahlreiche Wahlkampftermine wahrgenommen, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern.
So besuchte der CDU-Kandidat Röthke das traditionelle Eseltreiberfest im Ortsteil Freiheit. Zu feiern gab es in diesem Jahr einen ganz besonderen Grund: 100 Jahre DRK Freiheit. Der Bürgermeisterkandidat sprach in seinem kurzen Grußwort vor allem den örtlichen Vereinen und den Helfern seinen Dank aus. Denn nicht nur das DRK, auch der 1. FC Freiheit, die Reservistenkameradschaft und die Heimatstube waren an der Planung und Durchführung des Festes maßgeblich beteiligt. „Es ist immer ein tolles Miteinander“, zeigte sich Röthke erfreut über die gut besuchte Veranstaltung. Als aktiver Notfallseelsorger war der Besuch beim DRK Kreisverband Osterode für Andreas Röthke ein ganz besonderer Termin, da er selbst oft mit ihnen zusammenarbeitet. Rund um die Uhr sorgen zahlreiche Hilfsorganisationen für unsere Sicherheit und unsere Gesundheit – das DRK ist ein wichtiger Teil davon. Für Röthke ist klar: „Egal ob ehrenamtlich oder hauptberuflich: ihnen allen gebührt mein und unser größter Respekt! Und das bedeutet auch, dass wir sie mit allen notwendigen Mitteln unterstützen und den Einsatzkräften immer den Rücken stärken.“
Der SPD-Kandidat Jens Augat sprach mit Joachim Thunert vom Bekleidungsgeschäft Thunert Mode in der Marientorstraße darüber, wie man die Osteroder Innenstadt und den dortigen Einzelhandel stärken kann. „Wir müssen das Leben in unsere Innenstadt zurückholen“, waren sich die beiden einig. „Das Geschäft ist wegen seiner sehr guten Beratung und dem tollem Sortiment nicht aus der Osteroder Innenstadt wegzudenken“, schickte Jens Augat voraus. Leben in die Innenstadt zu bringen, bedeute gleichzeitig auch, das Einkaufserlebnis zu steigern, ein weiterer Punkt, in dem Joachim Thunert und Jens Augat übereinstimmten.
„Wir werden die Chancen der Kornmarktsanierung nutzen, um unser historisches Zentrum so zu gestalten, dass sich die Bürgerinnen und Bürger gern hier aufhalten“, versprach Augat. Bei der anstehenden Innenstadtsanierung müssten die Interessen der Geschäfte jederzeit im Blick behalten werden, verdeutlichte auch Joachim Thunert.
„Der Unterstützung des Einzelhandels vor Ort kommt im Rahmen der Entwicklung unserer historischen Altstadt große Bedeutung zu“, pflichtete ihm Jens Augat bei. Die Stadt Osterode könne hier auf vielfältige Weise versuchen, Einfluss zu nehmen. Die Maßnahmen reichten von Marketingaktivitäten über die Gestaltung des öffentlichen Raums bis hin zur Verbesserung der Erreichbarkeit. Neben der Neugestaltung seien aber auch kurzfristige Maßnahmen notwendig, um „Schandflecke“ wie das alte Kino zu beseitigen.
„Weitere wichtige Bausteine zur Unterstützung des Einzelhandels sind die Verbesserung der Erreichbarkeit, der durch neue Verkehrsentwicklungs- und Parknutzungskonzepte für die Altstadt Rechnung getragen werden soll, und die Schaffung attraktiven Wohnraums, insbesondere für Jüngere und Senioren, um die Innenstadt insgesamt attraktiver zu gestalten“, so Jens Augat weiter. „Kommunale Wirtschaftspolitik bedeutet für mich gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis. Stadt und Unternehmen müssen sich auf Augenhöhe begegnen.“ Die Unternehmen seien auf gute Standortbedingungen angewiesen, wenn sie sich im wirtschaftlichen Wettbewerb behaupten wollen. Umgekehrt seien die Städte auf eine funktionierende Wirtschaft angewiesen.
„Mir ist es deshalb wichtig, den Kontakt mit den Unternehmen vor Ort zu pflegen. Die Stadtverwaltung muss die Belange und Bedürfnisse der Unternehmen immer wieder erfragen und prüfen, wo eine Unterstützung seitens der Stadt möglich ist“, versprach Jens Augat.
Sollte kein Kandidat am 15.9. die absolute Mehrheit erreichen, ist eine Stichwahl um das Osteroder Bürgermeisteramt erforderlich. Diese würde zwei Wochen später, also am 29. September, stattfinden.