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Geschrieben von Peter Bischof am 26. August 2019
Region

Für die Zukunft gut aufgestellt

Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz besichtigte Smurfit Kappa Solid Board in Herzberg

Die Mitglieder des Rotary Clubs Bad Lauterberg-Südharz sind gut gerüstet für die Besichtigung. Links im Bild Daniel Jakobi, Leiter des Operating Managements, rechts Frank Papenberg, Leiter des Personalmanagements.
Die Mitglieder des Rotary Clubs Bad Lauterberg-Südharz sind gut gerüstet für die Besichtigung. Links im Bild Daniel Jakobi, Leiter des Operating Managements, rechts Frank Papenberg, Leiter des Personalmanagements.
Als Visitors auf dem Weg an der Pförtnerloge vorbei auf das Werksgelände: Die Mitglieder des Rotary Clubs.
Als Visitors auf dem Weg an der Pförtnerloge vorbei auf das Werksgelände: Die Mitglieder des Rotary Clubs.
Auf dieser Fläche an der Hüttuferstraße oberhalb der Fabrik soll der 140-Tonnen-Kran installiert werden. Viele Vorbeifahrende haben sich schon gefragt, was hier gebaut werden soll.
Auf dieser Fläche an der Hüttuferstraße oberhalb der Fabrik soll der 140-Tonnen-Kran installiert werden. Viele Vorbeifahrende haben sich schon gefragt, was hier gebaut werden soll.

An 21 Standorten in Europa sowie weiteren zwölf Standorten in Amerika beschäftigt Smurfit Kappa Solid Board 45000 Mitarbeiter. Am  Standort Herzberg sind derzeit 550 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tätig, die gemeinsam jährlich 400 Millionen Verpackungen sowie weitere 260 Kilotonnen Papperzeugnisse produzierten, so Frank Papenberg, Leiter des Personalmanagements. Die Smurfit Kappa Herzberger Wellpappe sei dabei nicht berücksichtigt.

Der Rotary Club Bad Lauterberg-Südharz besichtigte am Montag, 19. 8.2019, die Smurfit Kappa Solid Board in Herzberg, im Volksmund häufig noch Herzberger Papierfabrik genannt. Frank Papenburg stellte zu Beginn der Besichtigung zusammen mit Daniel Jakobi, Leiter des Operating Managements, die Firma in Zahlen, Daten und Fakten vor. So setzte sich der Mutterkonzern ursprünglich aus zwei Firmen, einer irischen -  Smurfit - und einer niederländischen - Kappa - zusammen.

70 Lkw verlassen täglich das Werk 

Umgerechnet auf den Tag verlassen 70 volle Lastzüge mit den Erzeugnissen des Unternehmens das Firmengelände. Die Produktpalette reiche dabei von 150 Gramm bis zu 2.250 Gramm Pappgewicht pro Quadratmeter. „Mit vielen dieser Erzeugnisse kommen Sie täglich in Berührung, sei es die Chipsdose oder eine Süßigkeitenverpackung aus Pappe, das Röhrchen in der Toilettenpapierrolle, der Sechserträger bei den Getränken, die Stiege in der Gemüseauslage und vieles andere“, so Frank Papenburg und Daniel Jakobi. Darüber hinaus würden Maschinen auch an die Endabnehmer geliefert, mit denen die Papier- und Papperzeugnisse dann endgefertigt beziehungsweise aufgerichtet würden.

Besonders stolz sei man darauf, dass keine Abfallerzeugnisse bei der Produktion entstehen würden. Sollte es Ausschuss geben, würde dieses sofort wieder recycelt und in den Produktionsablauf erneut eingeführt werden, so Daniel Jakobi. Lediglich das zum Recycling angelieferte Material weise einen Verschmutzungsgrad von ca. acht Prozent auf. Diese Fremdstoffe müssten dann nach der Trennung vom eigentlichen Papier aufwendig entsorgt werden.

70 Prozent des Strombedarfs selbst erzeugt

Wie energiereich der Recycling- und Produktionsprozess ist, davon konnten sich die anwesenden Rotarier anschließend selbst ein Bild machen. „Zum Glück besichtigten wir die Produktionsanlagen ,nur’ vom Boden aus“, so Rotary Club-Sekretär Björn Gollée. Denn die oberen Rollen würden bei einer Umgebungstemperatur von ca. 160 Grad Celsius laufen. Die benötigte Wärme und sogar 70 Prozent des Strombedarfs erzeuge das Werk selbst. Dies würde alternativ für die Versorgung einer 30.000 Einwohnerstadt ausreichen, so Frank Papenberg.

Für die Zukunft sieht sich die Firma Smurfit Kappa Solid Board gut gerüstet. Der Maschinenpark würde ständig erneuert. So werde im Dezember die größte Walze gegen mehrere kleinere und damit effizientere Rollen ausgetauscht werden. Ein 140-Tonnen-Kran werde diesen Austausch durch das Fabrikdach dann für Schaulustige gut sichtbar vornehmen.

40 junge Leute in Ausbildung

Der alternden Gesellschaft entgegne man durch ein großangelegtes Ausbildungsprogramm, in dem sich derzeit 40 junge Leute befinden. Lediglich die trockenen Sommer bereiteten Sorgen, da das Wasser der Sieber für den Produktionsprozess benötigt würde. Gespräche über Zuleitungen aus den Harzer Talsperren seien deshalb schon weit fortgeschritten.

„Insgesamt kann festgehalten werden, dass von der Firma Smurfit Kappa Solid Board  tiefe und sehr interessante Einblicke in die Produktion eines der größten Player der Region ermöglicht wurden“, fasste Clubpräsidentin Dr. Astrid Laue-Savic zusammen.

Fotos: Rotary-Club Bad Lauterberg-Südharz

 


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