Geschrieben von PM Stadt Göttingen/ski am 21. April 2020
Corona-Update: jetzt 723 bestätigte Infektionen in Stadt und Landkreis Göttingen
Das Tragen von Masken könnte bald zur Pflicht werden
Nach aktuellem Stand (Dienstag, 16 Uhr) sind 723 Infektionen mit dem Coronavirus in Stadt und Landkreis bestätigt. Von den betroffenen Personen sind 160 in der Stadt Göttingen gemeldet, 563 sind es im weiteren Kreisgebiet. Die Zahl der dem Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis gemeldeten Todesfälle in Verbindung mit einer Erkrankung an Covid-19 liegt bei 36. 284 Personen sind inzwischen wieder von der Infektion genesen. Damit sind aktuell 403 Personen im Kreisgebiet mit dem Coronavirus infiziert. Dies vermeldet das Gesundheitsamt Göttingen. In Bad Lauterberg sind 63 Fälle gemeldet, zwei mehr als am Vortag.
Die gesamten Fallzahlen der Gemeinden im Landkreis:
- Flecken Adelebsen 6
- Gemeinde Bad Grund (Harz) 43
- Stadt Bad Lauterberg im Harz 63
- Stadt Bad Sachsa 58
- Flecken Bovenden 7
- Samtgemeinde Dransfeld 12
- Stadt Duderstadt 23
- Gemeinde Friedland 2
- Samtgemeinde Gieboldehausen 17
- Gemeinde Gleichen 6
- Stadt Hann. Münden 14
- Samtgemeinde Hattorf am Harz und Stadt Herzberg am Harz 216
- Stadt Osterode am Harz 78
- Samtgemeinde Radolfshausen 2
- Gemeinde Rosdorf 8
- Gemeinde Staufenberg 5
- Gemeinde Walkenried 3
Die gemeinsame Darstellung der Stadt Herzberg und der Samtgemeinde Hattorf ist aufgrund teilweise identischer Postleitzahlen technisch bedingt. Die Stadt Herzberg ist stärker betroffen als die Samtgemeinde Hattorf.
Kommt bald eine Maskenpflicht im Landkreis?
In einigen Kommunen wie Wolfsburg und Braunschweig gilt sie bereits – die Pflicht zum Tragen einer Maske zum Schutz vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Die derzeitige Corona-Lage ist nach wie vor hoch dynamisch, sodass die Stadt Göttingen und der Landkreis die Situation beobachten und ebenfalls eine Maskenpflicht prüfen. „Unser Ziel ist es, das Infektionsrisiko der Bevölkerung bestmöglich zu minimieren und insbesondere Risikogruppen wie ältere und chronisch oder schwerkranke Menschen zu schützen“, betont Petra Broistedt, Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse bei der Stadt Göttingen und als Stadträtin für das Thema Gesundheit zuständig, „dazu können Gesichtsmasken einen guten Beitrag leisten, insbesondere wenn jetzt erste Lockerungen der Kontaktsperre in Kraft treten und wir uns sicher in der Öffentlichkeit bewegen wollen.“ Eine Maskenpflicht wird beispielsweise für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs, beim Betreten und Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden sowie in Geschäften erwogen. „Wir empfehlen der Bevölkerung daher, sich auf eine etwaige Maskenpflicht vorzubereiten“, so Broistedt. Dabei können auch sogenannte textile Mund-Nase-Barrieren, also selbstgenähte Behelfsmasken, Schals oder Tücher, die die Nase und den Mund abdecken, getragen werden. Die Stadträtin betont: „Im Zweifel gilt: Einen selbst erstellten Schutz zu tragen ist besser, als gar keine Maske zu nutzen.“
Marlies Dornieden, Leiterin des Stabes des Landkreises, ergänzt: „Vermeiden müssen wir einen Flickenteppich, bei dem die Maskenpflicht in einem Ort gilt, im nächsten nicht. Deshalb ist eine Abstimmung in der Region, besser noch auf Landesebene, sinnvoll.“ Landrat Reuter werde sich mit Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in Northeim und Landrat Michael Schünemann in Holzminden in Verbindung setzen, kündigt sie an. „Wir sind beim ÖPNV in einem Verkehrsverbund und sollten bei der Maskenpflicht an einem Strang ziehen“, so Dornieden. Zudem werde Landrat Reuter in der Telefonkonferenz der kommunalen Spitzenverbände mit dem Chef der Staatskanzlei in dieser Woche für eine landesweite Regelung werben, fügt sie hinzu.
Dieser Beitrag in arabischer Sprache: تحديث كورونا: وردنا الآن وجود 723 إصابة مؤكدة في مدينة غوتينغن والمناطق التابعة لها
Dieser Beitrag in persischer Sprache:
به روزرسانی کرونا: اکنون 723 مورد تأیید شده در گوتینگن و مناطق آن گزارش شده است