Geschrieben von PM Landkreis Göttingen am 12. Mai 2020
Corona-Update: 112 Menschen sind aktuell erkrankt
Ausnahmen vom Besuchsverbot in Alten- und Pflegeeinrichtungen sind möglich
Aktuell sind 112 Personen in Stadt und Landkreis Göttingen am Corona-Virus erkrankt, 14 weniger als am Vortag. Die Gesamtzahl bestätigter Infizierter steigt um 1 auf 823; davon sind 171 in der Stadt Göttingen gemeldet, 652 im weiteren Kreisgebiet.
643 Personen sind wieder von der Infektion genesen,13 mehr als am Vortag. Es besteht unverändert ein Infektionsrisiko mit dem gefährlichen Virus. In Verbindung mit einer Erkrankung an Covid-19 sind dem Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen 2 weitere Todesfälle, nun gesamt 68, gemeldet.
Die Fallzahlen in den Städten und Gemeinden (Gesamtzahl Infizierte / aktuell Erkrankte):
- Flecken Adelebsen (7 / 4)
- Gemeinde Bad Grund (Harz) (45 / 4)
- Stadt Bad Lauterberg im Harz (78 / 8)
- Stadt Bad Sachsa (76 / 10)
- Flecken Bovenden (8 / 3)
- Samtgemeinde Dransfeld (12 / 1)
- Stadt Duderstadt (24 / 1)
- Gemeinde Friedland (2 / 1)
- Samtgemeinde Gieboldehausen (19 / 5)
- Gemeinde Gleichen (6 / 0)
- Stadt Göttingen (171 / 25)
- Stadt Hann. Münden (16 / 1)
- Samtgemeinde Hattorf am Harz (43 / 7)
- Stadt Herzberg am Harz (205 / 22)
- Stadt Osterode am Harz (92 / 19)
- Samtgemeinde Radolfshausen (2 / 0)
- Gemeinde Rosdorf (8 / 0)
- Gemeinde Staufenberg (5 / 1)
- Gemeinde Walkenried (4 / 0)
Ausnahmen vom Besuchsverbot in Alten- und Pflegeeinrichtungen sind möglich
Ab sofort können Bewohner*innen in Alten- und Pflegeeinrichtungen unter bestimmten Auflagen wieder Besuch von ihren Angehörigen erhalten: Das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen kann bei Vorlage eines entsprechenden Hygiene- und Besuchskonzeptes durch die Heimeinrichtung Ausnahmen vom bestehenden Besuchsverbot zulassen.
Petra Broistedt, Sozialdezernentin und Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Göttingen, unterstreicht: „Ich habe großes Verständnis, dass die Bewohner*innen ihre Angehörigen sehen möchten. Familie ist immer wichtig für das eigene Wohlbefinden, das gilt gerade auch jetzt in Zeiten der Pandemie. Deshalb unterstütze ich eine maßvolle Lockerung des Besuchsverbots. Denn ein geschützter Besuch in der Einrichtung ist allemal sicherer als ein Treffen mit Angehörigen draußen.“
Dabei seien kreative Lösungen ausdrücklich gewünscht und möglich, so Broistedt. Denkbar ist es, einen speziellen Besucherraum oder ein Besucherzelt mit getrennten Zugängen für Besucher*innen und Bewohner*innen und einer schützenden Plexiglastrennung einzurichten. „Trotz solcher Lösungen bleibt aber auch hier das oberste Ziel, dass das Virus nicht in Heimeinrichtungen eingetragen wird und dass Bewohner*innen geschützt werden“, betont Petra Broistedt. Die Regeln zum Abstand halten, zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und zur Hygieneetikette gelten daher auch hier, ein direkter Körperkontakt ist nach wie vor nicht erlaubt.
Die Stadt Göttingen unterstützt die Einrichtungen bei der Lockerung des Besuchsverbots: Die städtische Heimaufsicht informiert die Heimeinrichtungen nahezu täglich über Aktuelles, Änderungen, Empfehlungen des Sozialministeriums, des Landesgesundheitsamtes oder beispielsweise des Robert Koch-Instituts und weist auf gute Lösungen Dritter hin. Außerdem organisiert die Heimaufsicht mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt die Vernetzung der Heime untereinander. Das fördert den Austausch der Einrichtungen über Best-Practice-Beispiele. Das Gesundheitsamt für die Stadt und den Landkreis Göttingen berät bei Fragen und prüft die Hygienekonzepte. Das Land hat zudem bereits durchklingen lassen, dass es ein Recht auf Besuch in Alten- und Pflegeeinrichtungen einführen will; alle Heimeinrichtungen sind deshalb gefordert, intelligente und praktikable Konzepte zu entwickeln.
Das bislang geltende und grundsätzlich noch bestehende Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen dient wie alle anderen erlassenen Pandemie-Maßnahmen dem Schutz der Bewohner*innen dieser Einrichtungen vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Denn gerade sie gehören aufgrund ihres Alters und eventuell vorhandener Vorerkrankungen zu der Risikogruppe, bei der schwere Krankheitsverläufe wahrscheinlich sind.
Dieser Beitrag in arabischer Sprache: تحديث كورونا:لدينا 112 شخصًا مريض حاليًا
Dieser Beitrag in persischer Sprache: بروزرسانی کرونا: در حال حاضر 112 نفر بیمار هستند
