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Geschrieben von BUND-Kreisgruppe Göttingen am 04. Juni 2020
Region

Exkursionsreihe: mit den Umweltverbänden in den Gipskarst

Am 7. Juni geht es zum Erdfallgebiet Blossenberg bei Osterode

Die Erdfall-Landschaft des Blossenbergs.  Foto: Philipp Küchler
Die Erdfall-Landschaft des Blossenbergs.  Foto: Philipp Küchler

Neue Reihe von Exkursionen und Wanderungen beginnt: Der Südharz ist eine naturräumliche Einheit von geologischer Vielfalt mit hervorragender Bedeutung für den Naturschutz. Vom westlichen Harzrand bei Badenhausen (Niedersachsen, Landkreis Göttingen) über den Landkreis Nordhausen (Thüringen) bis zum südöstlichen Harzrand bei Pölsfeld (Sachsen-Anhalt) erstreckt sich auf 100 km Länge ein zusammenhängender Zechsteinstreifen.

Typisch sind großflächige Ausstriche von verkarstetem Gipsgestein. Die hohe Gesteinslöslichkeit hat in geologisch kurzer Zeit eine Landschaft extremer Verkarstungsintensität mit einer Vielfalt an Gipskarsterscheinungen geschaffen, die in Europa und darüber hinaus einzigartig ist. Dennoch sind nur Teile der Landschaft geschützt und der Rohstoffabbau, insbesondere auf Gips, bedroht Kernstücke dieser Landschaft, die bisher nur unzureichend geschützt ist, obwohl sie zu den Hotspots der biologischen Vielfalt gehört.

Mit dem BUND Göttingen und Westharz, dem NABU Osterode, der Biologischen Schutzgemeinschaft Göttingen und den NaturFreunden Göttingen haben sich vier Naturschutzverbände der Region zusammengetan, den Menschen die Schönheit, Eigenart und Vielfalt, aber auch die Nutzung und Gefährdung der Gipskarstlandschaft des Südharzes auf Exkursionen und Wanderungen nahezubringen.

Erste Wanderung am 7. Juni 2020

Der erste Termin findet am kommenden Sonntag, den 7. Juni 2020 statt. Ab 14 Uhr führen Ursula Schäfer und Philipp Küchler durch die Gipskarstgebiete am ehemaligen Standortübungsplatz Osterode am Blossenberg. Treffpunkt sind die Solarflächen auf Höhe Klingenhagener Weg 8 in Osterode (am Hof Heisecke vorbei). Der ehemalige Standortübungsplatz stellt das größte zusammenhängende Grünlandgebiet im niedersächsischen Gipskarst dar. Auf der Wanderung sollen die vielfältigen artenreichen Wiesen mit ihren Karstformen erkundet werden, so trockene und feuchte Bachtäler, Karrenfelder und Erdfallseen. Im angrenzenden Wald finden sich natürliche Laubwälder mit steilen Hängen und seltenen Farnen in den Felswänden. Die Wegstrecke ist etwa 5 Kilometer lang und mittelschwer. Auch der Gipsabbau und die Alternativen zur Landschaftszerstörung werden angesprochen.

Die Wanderung dauert etwa drei Stunden. Festes Schuhwerk, Ferngläser und Wanderverpflegung werden empfohlen. Zur Einhaltung der Corona-Auflagen wird um vorherige Anmeldung beim BUND Göttingen unter 0551/56156 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gebeten.

 
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Tel. 0551/56156
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