Geschrieben von PM Landkreis Göttingen / ski am 13. Mai 2021
Bis Anfang Juni fast keine Erstimpfungen mehr
Impfstofflieferungen im Landkreis komplett für Zweitimpfungen verplant
Erst letzte Woche wurde vom Land Niedersachsen verkündet, dass sich ab 10. Mai Personen der Prioritätsgruppe 3 für einen Impftermin anmelden können - aber im Landkreis Göttingen ist nicht einmal die Prioritätsgruppe 1 und 2, also im Wesentlichen, die Über-80-Jährigen bzw. Über-70-Jährigen, weitgehend geimpft. So sah sich der Landkreis gefordert, die Über-70-Jährigen bei der Anmeldung eines Termins speziell zu unterstützen, damit sie in der Warteliste vorrangig berücksichtigt werden. Wer jetzt noch auf der Liste ist oder sich ab jetzt auf die Warteliste setzen lassen darf, der muss noch lange auf eine Impfung warten, denn nun kündigt der Landkreis an, dass in den Impfzentren des Landkreises Göttingen in den kommenden Wochen vor allem Termine für Zweitimpfungen vergeben werden.
"Die angekündigten Impfstofflieferungen sind weitgehend dafür eingeplant. So wird für eine große Zahl an Menschen ein vollständiger Impfschutz ermöglicht; zugleich kann jedoch nur einer vergleichsweise kleineren Zahl ein Termin für die Erstimpfung angeboten werden. Das heißt auch, dass von der Warteliste nur wenige der Anmeldungen über die Landes-Hotline oder das Online-Impfportal abgearbeitet werden. Diese Situation besteht, nach aktuellem Stand, zunächst bis Anfang Juni", heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises.
Alle bereits vergebenen Termine finden statt
Alle bereits vereinbarten Termine in den Impfzentren des Landkreises Göttingen – für Erst- und Zweitimpfungen – seien jedoch gesichert. Das gelte, dank frühzeitiger Vorbereitung seitens des Landkreises, auch für laufende Impfaktionen für Impfberechtigte der Prioritätsgruppe 3 (Feuerwehren, Schulpersonal, Beschäftigte der Kinder- und Jugendhilfe).
Die aktuellen und derzeit angekündigten Impfstofflieferungen für die Impfzentren des Landkreises seien bis Anfang Juni vollständig verplant. Davon unabhängig können Impfberechtigte auch das Angebot der Impfung über Haus- und Fachärzte wahrnehmen. Diese werden gesondert mit Impfstoff versorgt.
Niedersachsen hatte anfangs noch Dosen für die Zweitimpfung zurückgestellt, hatte diese Praxis dann aber aufgegeben, um eine schnellere Impfquote im Vergleich zu den anderen Bundesländern zu erzielen. Jetzt stehen die Zweitimpfungen mit BioNTech an, wofür sich das Zeitfenster allmählich schließt. Landesweit werden daher in den nächsten Wochen vorrangig Zweitimpfungen vorgenommen. Der Niedersächsische Landkreistag hatte vor einer Woche in einer Pressemitteilung von einem kritischen Punkt in der Impfkampagne gesprochen und dringend mehr Impfstoff für Erstimpfungen gefordert. Auch der Deutsche Landkreistag, als kommunaler Spitzenverband auf Bundesebene, griff das Thema auf und wies auf die Bedeutung der Impfzentren in der Impfkampagne hin; der DLT forderte vom Bund eine verbesserte Versorgung der Impfzentren mit Impfstoff.