Geschrieben von Peter Bischof am 29. Juni 2021
Es soll wieder Leben in den Deutschen Kaiser einziehen
Mitglieder der SPD Herzberg besichtigten gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Christopher Wagner das Herzberger Traditionsgebäude



Bernd Schröder und seine Familie sanieren seit 10 Jahren den Deutschen Kaiser. Sie wollen den Herzbergern das Traditionsgebäude wieder zugänglich machen. Das unter Denkmalschutz stehende 350 Jahre alte Gasthaus am Anfang der Fußgängerzone ist den meisten Herzbergern über Generationen bekannt und soll bald wieder im alten Glanz erstrahlen.
Mitglieder der SPD Herzberg besichtigten vor kurzem gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Christopher Wagner das Traditionsgebäude. Bernd Schröder und seiner Familie ist es dabei wichtig, traditionelle und ökologische Baustoffe zu verwenden, um den Charakter des 350 Jahre alten Gebäudes soweit wie möglich zu erhalten. Dabei werden die modernen bauphysikalischen Erkenntnisse wie zum Beispiel die denkmalgerechte Innendämmung berücksichtigt.
Gastronomie mit großem Biergarten geplant
„Anfangs sagten alle das geht nicht“, berichtet Bernd Schröder, und, so räumt er ein, ohne seine Familie wäre es auf keinen Fall gegangen. Zudem habe die LEADER Förderung und die Förderung durch die Stadt Herzberg zum Gelingen des Mammutprojektes beigetragen. Das Konzept der Familie Schröder sieht eine Gastronomie mit einem großen Biergarten vor. Dabei soll der Fokus auf regionalen und ökologisch erzeugten Produkten liegen. Neben der Gastronomie soll auch Kultur im Fokus stehen. Auf der über den großen Saal und einem Backstage-Bereich erreichbaren Bühne sollen zum Beispiel Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. Es sei zudem geplant, den Deutschen Kaiser auch Vereinen zur Verfügung zu stellen.
Neben dieser klassischen Nutzung soll über die Zeit zudem eine Denkmalpflegewerkstatt entstehen, in der alte handwerkliche Arbeitstechniken ausgeübt und gezeigt werden können. Während der sehr interessanten Führung stellte Schröder auch die handwerklichen Besonderheiten dieses einzigartigen Projektes vor. Der liegende Dachstuhl des Einzeldenkmals sei dabei herausragend und nötige ihm Respekt ab. Die Anpassungen über die Jahrhunderte seien in diesem Projekt hervorragend zu erkennen.