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Geschrieben von PM Ein Harz am 08. Juli 2021
Region

Neue Chancen für die Beseitigung von Funklöchern

EIN HARZ-Initiative fordert flächendeckende Mobilfunkversorgung im Harz

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„Wir schauen uns jeden einzelnen weißen Fleck an“. Mit diesem Versprechen der Mobilfunkanbieter begann die Informationsveranstaltung über die Mobilfunkversorgung im Harz. Dazu hatte die EIN HARZ – Initiative mit Unterstützung der Stadt Goslar ins GoTEC eingeladen.

Und weiße Flecken gibt es im Harz reichlich. Insgesamt 67 Mobilfunklöcher wurden den Konzernbevollmächtigen von Vodafone, Telekom und Telefonica gemeldet. Zusammengetragen von Kommunen, Unternehmen und aus der Bevölkerung. Zuvor hatte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk auf die immense Bedeutung eines flächendeckenden Mobilfunknetzes aufmerksam gemacht. Ihm zur Seite sprang Bengt Kreibohm als Sprecher des Arbeitskreises Wirtschaft der EIN HARZ GmbH. „Eine funktionierende digitale Infrastruktur ist für unsere Unternehmen ein zentraler Standortfaktor“. Heiko Kahl, Geschäftsführer der Digitalagentur Thüringen, hob ebenfalls die Notwendigkeit einer adäquaten digitalen Versorgung im ländlichen Bereich hervor. Er nannte die Bereiche Telemedizin, Mobilität und Landwirtschaft.

Wie groß das Problem mit den Funklöchern im Harz ist, machte EIN HARZ-Geschäftsführer Frank Uhlenhaut an den über 40 Harzer Kommunen und Institutionen fest, die leibhaftig oder digital an der Zusammenkunft teilnahmen. „Wir brauchen eine wesentliche Verbesserung der derzeitigen Situation“, schob Uhlenhaut in Richtung der Mobilfunkanbieter nach. Dirk Ebrecht (Vodafone) und Thomas Fannasch (Telekom) zeigten sich offen und interessiert, an der Situation gemeinsam etwas zu verändern. „Ich kann Ihnen versichern, dass es in eineinhalb Jahren auch im Harz ganz anders aussehen wird“, blickte Ebrecht sehr optimistisch in die Zukunft. Er nannte fünf Punkte, die allesamt sich den unterversorgten Gebieten widmeten. Unter anderem der Eigenausbau, die Whitespotliste der Bundesnetzagentur und das Förderprogramm der Niedersächsischen Landesregierung.

Die Unternehmensvertreter machten aber auch deutlich, dass sie dabei auch auf die Unterstützung der Kommunen bzw. Landkreise angewiesen sind. Zum einen, wenn es um die Standortauswahl der Funkmasten geht und zum anderen beim Genehmigungsverfahren. „Trotz allem werden damit nicht alle Funklöcher zu beseitigen sein“, schob der Kommunalbeauftragte Thomas Fannasch nach. Es schloss sich ein reger Meinungsaustausch der Teilnehmer an. Frank Uhlenhaut versprach am Ende der zweistündigen Veranstaltung, jede einzelne Rückmeldung zu den gemeldeten Funklöchern bei den betreffenden Kommunen ansprechen zu wollen. „Damit wir nicht in zwei Jahren ähnlich wie beim Deutschland-Takt des Bundesverkehrsministeriums zum Schienenpersonenverkehr feststellen, dass die positiven Rahmenbedingungen zum Mobilfunkausbau dem Harz keine nachhaltigen Verbesserungen gebracht hätten“.


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