Geschrieben von PM Landesforsten am 01. November 2021
B 498 zwischen Osterode und Riefensbeek für zwei Wochen voll gesperrt
Landesforsten fällen Bäume an der Sösetalsperre nach Schäden durch Borkenkäfer und Trockenheit

Die Bundesstraße 498 ist von Montag, 8. November, bis Freitag, 19. November 2021, zwischen Osterode und Riefensbeek voll gesperrt. Grund sind Baumfällarbeiten in Höhe der Sösetalsperre, teilt das Niedersächsische Forstamt Riefensbeek mit. Die Umleitung erfolgt über Clausthal-Zellerfeld nach Riefensbeek.
Abgestorbene Bäume im Revier Lerbach gefährden Verkehrsteilnehmer entlang der Talsperre
Laut Angaben von Revierförster Heiner Wendt müssen zahlreiche Bäume an der Bundesstraße entfernt werden, die nach Trockenheit oder Borkenkäferbefall abgestorben sind. „Wie schon in den vorausgegangenen Jahren sind erneut Bäume im Bereich der Sösetalsperre oberhalb der Bundestraße befallen. Die Vollsperrung erlaubt uns, die hohen Bäume sicher zu fällen und die Stämme dicht an der Straße schnell aufzuarbeiten, ohne Verkehrsteilnehmer zu gefährden“, begründet der Revierleiter die Straßensperrung.
Abgestorbene Bäume sind nur begrenzt standfest
Das Forstamt Riefensbeek und weitere Forstämter im Harz fällen aktuell Fichten, Lärchen und Laubbäume entlang öffentlicher Straßen, um die Verkehrssicherheit zu erhalten. Drei trockene Sommer in Folge hätten alle Waldbäume geschwächt und die Massenvermehrung von Schadinsekten begünstigt, sagt Wendt. Der Harzer Förster und seine Kolleginnen und Kollegen in den Nachbar-Forstämtern haben für die Baumfällungen nur ein begrenztes Zeitfenster: Borkenkäfer-Fichten verlieren innerhalb eines Jahres ihre Standfestigkeit und können auf die Straße brechen.
Klima-Folgekosten verursachen hohe Arbeitsbelastungen und sind extrem teuer
Die Niedersächsischen Landesforsten tragen Jahr für Jahr steigende Ausgaben für Verkehrssicherung entlang öffentlicher Straßen. Die Dürrefolgen und die Borkenkäferschäden entlang der Bundes-, Land- und Kreisstraßen seien überall sichtbar, beobachten die Forstleute aus Riefensbeek. „Diese Folgen des Klimawandels verursachen hohe Arbeitsbelastungen und sind für die Forstbetriebe extrem teuer“, sorgt sich Förster Wendt. Erst kürzlich musste der obere Abschnitt der Bundesstraße zwischen Kamschlacken und Kreuzung Harzhochstraße wegen der Fällung dürrer Fichten gesperrt werden. Der Bereich ist seit letzter Woche wieder frei.
Der Forstmann bittet Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für Forstarbeiten entlang öffentlicher Straßen. Abgestorbene Bäume sind eine latente Gefahrenquelle. „Wer die Absperrungen nicht respektiert, begibt sich in Lebensgefahr und gefährdet die verantwortungsvolle Arbeit der beteiligten Forstunternehmen“, erinnert Heiner Wendt. Die Niedersächsischen Landesforsten planen gemeinsam mit den Straßenbauverwaltungen der Landkreise die Fällarbeiten so ein, dass die Einschränkungen möglichst kurzzeitig erfolgen.