Geschrieben von PM am 04. Januar 2022
„Aktion Gegenlicht“ in Herzberg am Mittwoch
Aktionsbündnis für Solidarität und wissenschaftsfundierte Coronapolitik verzichtet diese Woche bewusst auf Aufruf zur Demonstration
Die kurz vor Weihnachten angelaufene Unterschriftenaktion „Harzer Erklärung“ weist mittlerweile mehr als 600 Unterzeichnende aus Politik, Verbänden, Prominenz und Zivilbevölkerung mit immer noch wachsender Tendenz auf und ist ein voller Erfolg!
Gerade nach den Feiertagen birgt dagegen eine Demo, Versammlung oder ein „Spaziergang“ der Corona-Maßnahmenkritiker unkalkulierbare Risiken für die Gesundheit aller. Durch die immer mehr um sich greifende Omikron-Variante des
Covid-19-Virus muss jede unnötige zusätzliche Belastung des Gesundheitssystems unbedingt vermieden werden. Die dort Tätigen arbeiten bereits seit mittlerweile zwei Jahren an ihrer Belastungsgrenze und teilweise weit darüber hinaus.
Das Aktionsbündnis plant daher statt einer weiteren großen Demonstration diesmal eine „Aktion Gegenlicht“. Mehr als 300 Windlichter sollen durch Aktive des Aktionsbündnisses auf dem unteren Marktplatz in Herzberg aufgestellt werden. Mit diesen soll der Blick still und ohne Reden auf die an der Pandemie in Niedersachsen 321 Verstorbenen, die ernsthaft Erkrankten und die besonders Betroffenen gerichtet werden. „Man sieht nur die im Lichte. Die im Dunkeln sieht man nicht“, heißt es treffend in Bert Brechts Dreigroschenoper.
Die Aktion „Gegenlicht“ findet statt am kommenden Mittwoch, dem 5. Januar 2022, um 17:00 Uhr auf dem unteren Marktplatz in Herzberg.
Ein helles Gegenlicht fordert hohe Konzentration auf das wirklich Wesentliche, erhöht den Kontrast. Das weiß jeder Fotografierende gut. Das derzeit Wesentliche muss nach wie vor ein rascher und weitestgehender Schutz der Gesamtbevölkerung vor dem Virus durch (Nach-)Impfung, durch Einhaltung der wissenschaftlich gut begründbaren Infektionsschutzmaßnahmen und durch solidarisches Handeln sein. Eine Versammlung zu einem sogenannten „Spaziergang“ ist deshalb das zum gegenwärtigen Zeitpunkt absolut Falsche! Sie nutzt der Verschärfung der Krise – woran wiederum einige Organisatoren wohl durchaus ein Interesse haben. Die große Mehrheit der Bevölkerung weiß mittlerweile, dass „Spazierengehen gegen Coronamaßnahmen“ viel zu oft nur ein versuchter Betrug am hohen Gut des Versammlungsrechts ist – und das führt in der Folge dann zur weiteren Überlastung der Ambulanzen, der Intensivstationen sowie der dort Beschäftigten.
„Wüssten alle „Spaziergänger“, dass „ambulare“ das lateinische Wort für spazierengehen ist, so würde dies Wissen ihnen hoffentlich die schicksalhafte Verbindung von „ambulare“ und „Notfall-Ambulanz“ deutlich vor Augen führen“, so die Initiatoren des Aktionsbündnisses.
