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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von ski/ Landkreis Göttingen am 04. Februar 2022
Region

Landkreis will Klimaschutzmanager für die Gemeinden fördern

Bald könnten alle Gemeinden des Landkreises eigene KlimaschutzmanagerInnen haben

Im Altkreis Osterode werden die Stellen vom Bund gefördert, für den Altkreis Göttingen will der Landkreis selbst aufkommen
Im Altkreis Osterode werden die Stellen vom Bund gefördert, für den Altkreis Göttingen will der Landkreis selbst aufkommen

Klimaschutzmanager - eine Stelle für diesen Bereich wurde kürzlich von der Stadt Bad Lauterberg ausgeschrieben. Möglich ist dies nur, weil die Stelle nicht von der Stadt, sondern durch ein Förderprogramm des Bundes finanziert wird. Klimaneutral bis zum Jahr 2035 – darüber diskutiert derzeit auch der Kreistag. Die Debatte ist Ausdruck der seit vielen Jahren ambitionierten Ziele des Landkreises Göttingen im Klimaschutz, wie der Landkreis formuliert. Sie sollen nun forciert und zugleich die Gemeinden im Kreisgebiet unterstützt werden. 

Die Etablierung von Klimaschutzkonzepten und Klimaschutzmanagern in den Gemeinden wird nämlich vom Bund grundsätzlich gefördert. Sechs Gemeinden im Bereich des Altkreises Osterode haben auch bereits entsprechende Anträge eingereicht und bewilligt bekommen, so auch Bad Lauterberg. Aber der Rest des neuen Großkreises würde leer ausgehen: In den Gemeinden des Altkreises Göttingen ist eine Bundesförderung nämlich nicht möglich; das Bundesumweltministerium verweist auf das geförderte Klimaschutzkonzept des Landkreises.

 

Das ist der Anlass der Initiative der Kreisverwaltung. „In dieser existenziellen Frage darf es kein Ungleichgewicht im Landkreis geben. Deshalb schlagen wir eine Förderung der Klimaschutzmanager der Gemeinden im Altkreis Göttingen durch den Landkreis vor“, erläutert Landrat Riethig. Diese orientiere sich an der Bundesförderung. Die Klimaschutzmanager könnten auf die jeweilige Gemeinde konzentrierte, aktuelle Klimaschutzprojekte erarbeiten und Maßnahmen umsetzen. „Wir machen ernst beim Klimaschutz! Und wir nehmen die Gemeinden auf diesem Weg zur Klimaneutralität mit“, begründet Landrat Marcel Riethig die Initiative der Kreisverwaltung. Erste Kreisrätin Doreen Fragel führt weiter aus: „Wir haben als Landkreis eine Vorbildfunktion, und die nehmen wir wahr. Überall im Kreisgebiet soll Klimaschutz möglich sein – professionell, konkret und koordiniert.“

 

 

Ergänzend wird eine Klimaschutzkoordination bei der Kreisverwaltung eingerichtet. Bei bis zu elf Gemeinden, die mit Unterstützung des Landkreises eine*n Klimaschutzmanager*in einstellen, rechnet Fragel mit einem Personalbedarf von 1,5 Stellen. Die Koordination der (bundesgeförderten) Klimaschutzmanager in den sechs Gemeinden im Altkreis Osterode übernimmt die Energieagentur Region Göttingen. „Hier wird es eine enge Verzahnung geben. Das wird eine Koordination aus einem Guss“, betont Erste Kreisrätin Fragel.

 

Zur Finanzierung des Vorschlags legt die Kreisverwaltung verschiedene Modelle vor. Für die Förderung der Klimaschutzmanager würde der Landkreis pro Jahr bis zu 671.000 Euro aus Haushaltsmitteln aufwenden. (Geplant ist eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren.) Hinzu kämen die Mittel für die Klimaschutzkoordination; für Personal- und Sachkosten rechnet die Kreisverwaltung mit 140.000 Euro jährlich, von denen (aufgrund einer Bundesförderung für den Landkreis) 42.000 vom Landkreis selbst aufzuwenden wären. Die Förderung der Klimaschutzmanager in den Gemeinden und die Klimaschutzkoordination bei Landkreis summieren sich demnach auf bis zu 713.000 Euro pro Jahr.

Die Vorlage der Verwaltung wird am 14.02.2022 im Wirtschaftsausschuss beraten.

Diese Initiative ergänze das eigene das Klimaschutzprogramm des Landkreises Göttingen, fasst Erste Kreisrätin Fragel zusammen. „Unser eigenes Klimaschutzkonzept, das Mobilitätsmanagement, unser Engagement in der Energieagentur, die Förderung der Altbausanierung und des Radverkehrs, energetische Sanierung der Kreisgebäude – das alles sind Bausteine kommunalen Klimaschutzes“, macht sie deutlich. Landrat Riethig schließt: „Wir haben noch mehr Ideen. Aber neben Kreativität ist das Miteinander wichtig, damit Klimaschutz gelingt. Die Gemeinden sind unsere natürlichen Verbündeten und ersten Ansprechpartner.“


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