Geschrieben von PM am 17. Juli 2022
UNSER HARZ Juli 2022 erschienen
Themen u. a.: Das Brocken-Habichtskraut und zwei geheimnisvolle Flurnamen bei Wieda
Aus dem Inhalt:
Dr. Günter Gottschlich: Das Brocken-Habichtskraut und seine Geschichte
Fritz Reinboth: Westerwieda und Bramforst – zwei geheimnisvolle Flurnamen bei Wieda
Uwe Fricke: Das Wehrkopsloch bei Bodenstein – eine Lagerekonstruktion
Sabine Bauling: Reisighaufen im Wald – warum?
Ingrid Kreckmann: Die Filzige Klette – Arctium tomentosu – wird auch Bollenkraut genannt
Nationalpark-Forum: Kleine Insekten trotzen rauem Klima: Brockenplateau ist Heimat seltener und gefährdeter Zikaden
Der Juni ist ein wahrer Monat der Fülle und auch der Juli hat viel Freude zu bieten. Ich genieße die herrliche Blütenpracht, das Grün der Bäume und die Sonnenstrahlen. Da passt der Beitrag von Günter Gottschlich über das „Brocken-Habichtskraut und seine Geschichte“ perfekt ins Heft. Diese Unterart des Schwärzlichen Habichtskrauts ist endemisch auf dem Brockenplateau, kommt also natürlicherweise nur dort vor. Das wäre ihm fast zum Verhängnis geworden, als der Tourismus im späten 19. Jh. sprunghaft anstieg. Trittschäden und das massenhafte Sammeln botanischer Besonderheiten ließen das Vorkommen vieler Brockenpflanzen drastisch schrumpfen. Und auch das nehme ich heute wahr: Die Auswirkungen der Maßlosigkiet von uns Menschen, die Pflanzen und Tieren kaum Platz zum Überleben lässt. Das Brocken-Habichtskraut konnte durch Schutzmaßnahmen erhalten werden, vielleicht gelingt uns das ja auch im größeren Stil?
Mit einer eher als Kosmopolit einzuordnenden Pflanze, der Filzigen Klette, befasst sich Ingrid Kreckmann und auch Frau Bauling beschäftigt sich mit der Natur: In ihrem kurzen Beitrag erläutert sie die ökologische Funktion von Reisighaufen im Wald.
Fritz Reinboth wiederum geht „Zwei geheimnisvollen Flurnamen bei Wieda“ nach, der Bezeichnung Bramforst und Westerwieda. Die Lage der Westerwieda ist auch daher bedeutsam, weil an ihren Ufern Glasmacher erwähnt werden.
Bei der Erforschung von Höhlen und Hohlräumen im Reinhäuser Wald und dem Harzvorland stieß Uwe Fricke auf das Wehrkopsloch, das nahe bei Bodenstein gelegen haben soll. Gemeinsam mit Fritz Reinboth geht er dessen Lage sowohl in Literaturbeschreibungen als auch im Gelände nach.
Im Nationalparkforum geht es um Zikaden. Von dieser Insektenart gibt es etwa 600 Arten in Deutschland. Auf dem Brocken konnten jüngst 45 Arten nachgewiesen werden, darunter elf, die bundesweit als gefährdet angesehen werden.
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