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Sonntag, 23. Juni 2024
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Geschrieben von Christian Dolle am 28. September 2022
Region

Blume trifft auf seinen Erzfeind

Roland Lange präsentierte seinen neuen Krimi „Harzhenker“

Krimiautor Roland Lange (Foto: Christian Dolle
Krimiautor Roland Lange (Foto: Christian Dolle

„Harzhenker“ heißt der neue Krimi von Roland Lange. Die Premierenlesung dazu feierte er vor ausverkauftem Haus bei Thalia in Osterode. Doch darf er eigentlich feiern bzw. eine unterhaltsame Lesung veranstalten, wenn es im Buch um ein so ernstes Thema wie die Todesmärsche in der NS-Zeit geht?

Zu dieser Frage gibt es angesichts ähnlicher Debatten um Cancel Culture und „das wird man doch wohl noch sagen dürfen“ vermutlich unterschiedliche Sichtweisen. Roland Lange geht es in seinen Romanen jedenfalls in erster Linie um einen spannenden Krimi. Wenn die Geschichte dann auch noch dazu taugt, Historie lebendig zu machen und eine Botschaft zu transportieren, umso besser, doch für ihn steht die ideologische Aussage niemals an erster Stelle.

Was das für ihn bedeutet, wurde in der Lesung schnell sehr deutlich. Er las nämlich zunächst eine Szene, in der ein Einsiedler im Harz ein Notizbuch mit handschriftlichen Erlebnissen aus Kriegszeiten findet und sich darin sozusagen festliest. Weiterhin gab es eine Szene über eine betagte Dame, die im Altenheim lebt, von dort aus aber bestens mit der rechten Szene der Region vernetzt ist und trotz ihres Alters auch noch die Strippen zieht. Reale Harzer Geschichte, die in eine Krimihandlung eingebettet wird.

Vor allem geht es natürlich auch in diesem Buch um Ermittler Stefan Blume, der von der Mutter eines Teenagers beauftragt wird, herauszufinden, ob die Tochter vielleicht in die Fänge einer Sekte geraten ist. Im Zuge der Ermittlungen trifft er außerdem auf seinen Erzfeind Hauser, ein Handlungsstrang, der sich auch schon durch die beiden vorherigen Romane „Harzkinder“ und „Harzhunde“ zog. Jetzt spitzt sich die Fehde der beiden zu, wie es ausgeht, wurde selbstverständlich noch nicht verraten.

Eröffnet hat Roland Lange die Lesung mit einem gemeinsamen Gedicht mit Stefan Holzke, das auch dem Buch vorangestellt ist, zwischendurch sorgte das Gewitter draußen für zum Krimi passende Soundeffekte und zum Schluss gab es noch ein Interview, bevor der Autor ausgiebig signierte. Alles rundum gelungen also, wer die Lesung verpasst hat, kann sich aber schon den 4. November vormerken, wo Roland Lange gemeinsam mit seinem Hörbuchsprecher Jan Fritzowsky im Kurhaus in Bad Lauterberg lesen wird.


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