Geschrieben von Rolf Steinke am 03. August 2023
Regenschauer und niedrige Temperaturen: Zeit für einen Museumsbesuch
Ein Besuch im Städtischen Museum in Göttingen lohnt sich immer und ist sehr sehenswert








In der momentanen Dauerausstellung Stadt.Macht.Glaube werden Exponate aus Göttingen und den umliegenden Gemeinden aus dem 16. Jahrhundert gezeigt. Im ausliegenden Flyer wird die Ausstellung als "Kirchenkunst meets Geschlechtergeschichte - 600 Jahre Mariendarstellungen aus Südniedersachen" beschrieben.
In der Darstellung der Fragmente des Chorgestühls der Kirche in Pöhlde um 1250 wird beschrieben, dass die Fragmente auf dem Dachboden eines Hauses in Duderstadt gefunden worden. Thomas von Aquin, dessen Skulptur aus Lindenholz um 1450 in Tiftlingerode hergestellt wurde, war ein Sohn einer hochadligen Familie und galt als der bedeutendste Vertreter der mittelalterlichen Philosophie und Theologie. 2014 wurde die Skulptur restauriert.
"Ecce Homo" aus Lindenholz mit Resten alter Fassung wurde um 1500 in Esplingerode hergestellt, trägt eine Dornenkrone und bildet Spuren der Geißelung ab. Ecco Homo wird beschrieben als nahe verwandt mit dem Darstellungstyp des Christus. Die Skulptur "Altarfragment" aus dem Jahr 1524 gehört zum ehemaligen Hochaltar in der Göttinger Marienkirche. Er ist das letzte Altarwerk, das vor der Reformation in Göttingen entstanden ist.
Der heilige Albanus ist der Schutzheilige des Erzbistums Mainz. Der Legende zufolge hat er nach seiner Enthauptung seinen abgetrennten Kopf selbst getragen, weshalb er mit dem Kopf in der Hand dargestellt wird.
Sonderaustellung Archäologie in Göttingen
Bis zum 30. November zeigt das Städtische Museum in der Sonderausstellung "UNTER UNS" in Zusammenarbeit mit der Stadtarchäologie und in Kooperation mit der Georg- August-Universität Göttingen zehn stadtarchäologische Grabungen der letzten 15 Jahre.
Sicher ist der Besuch eines jeden Museums, so auch dieses in Göttingen, nicht unbedingt "leichte Kost", und dieser Bericht bietet natürlich nur einen kleinen Überblick der Ausstellung. Aber die momentane Wetterlage lädt doch geradezu ein, einfach mal ein Museum zu besuchen und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. (Der Eintritt ins Museum ist frei. Die Sonderausstellung kostet nur 5 Euro.)
