Geschrieben von Rolf Steinke am 08. September 2023
Besucher des Oberharzer Bergbaumuseums werden mit "Glück auf" begrüßt
Jahrhundertlange Bergbautradition wird im Museum in Zellerfeld gezeigt








Der Harz bietet in seiner Gesamtheit sehr viele bemerkenswerte Ausflugsmöglichkeiten: Wanderungen oder eine Fahrt mit der Dampflok zum Brocken, die Rappbodetalsperre mit ihren neuen Attraktionen besuchen; Wernigerode, Quedlinburg und Goslar locken mit historischer Vergangenheit.
Harz ohne Bergbaugeschichte undenkbar
Die sieben Oberharzer Bergstädte (Clausthal, Zellerfeld, Andreasberg, Altenau, Lautenthal, Wildemann und Grund) sind mit dem Bergbau unmittelbar verbunden. Das Oberharzer Bergbaumuseum in Zellerfeld ist eines der Museen im Harz, die an die Tradition des Bergbaus erinnern.
Technikmodelle im Oberharzer Bergbaumuseum in Zellerfeld
Mit rund 70 Technikmodellen besitzt das Museum eine der bedeutendsten Sammlungen dieser Art. Die Modelle dienten der Ausbildung des bergmännischen Nachwuchses. Gefertigt wurden sie in Werkstätten für die 1775 gegründete Berg- und Hüttenschule in Clausthal. Die Modelle vermitteln historisch getreu die Bergmaschinentechnik vom 18. bis ins 20 Jahrhundert.
Nicht mehr wettbewerbsfähig
1992 schloss das letzte Bergwerk im Harz in Bad Grund. Im Jahr 1987 fuhren Einwohner und Bergmänner nach Hannover zur Staatskanzlei, um die Schließung des Bergwerkes zu verhindern. Es wurde ein Aufschub bis zum Jahr 1992 erreicht. Dann endete die Bergbaugeschichte des letzten Erzbergwerks in Deutschland. Ob die Gründe, die damals angegeben wurden (dass nämlich die Kostensituation zur Schließung führte) heute noch so gelten würden?
Bergparade in St. Andreasberg
Anlässlich der 500-jährigen Bergfreiheit sollte in Braunlage vor zwei Jahren dieses Jubiläum gefeiert werden. Doch die Corona-Pandemie kam dazwischen. Am Samstag soll es einen 300 Meter langen Umzug durch St. Andreasberg mit über 40 Vereinen geben. Gefeiert werden dann 500 Jahre Bergfreiheit, 500 Jahre Grube Samson und 35 Jahre Arbeitsgruppe Bergbau am Lehrbergwerk Grube Roter Bär.
Mehr Informationen: http://www.oberharzerbergwerksmuseum.de/

