Geschrieben von Rolf Steinke am 14. Oktober 2023
"Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich"
Wilhelm Buschs Lebensgeschichte wird in Ebergötzen eindrucksvoll gezeigt








Es ist eines der meistverkauften Kinder- und Jugendbücher der Welt: Die sieben Streiche von Max und Moritz. Obwohl Wilhelm Busch (1831-1908) nur wenige Jahre seiner Kindheit in Ebergötzen verbracht hat, sind Max und Moritz, die Witwe Bolte, Schneider Böck und der Lehrer Lämpel "Kultpersonen" in einer erfundenen Sagenwelt.
Mit Müllersohn bestand Freundschaft
Von 1841 bis 1846 verbrachte Busch seine Kindheit in Ebergötzen. Die Freundschaft mit Erich Bachmann, dem Sohn des Müllers, inspirierte den Maler, Zeichner und Dichter Busch möglicherweise zu den Lausbubengeschichten von Max und Moritz.
Wilhelm-Busch-Stube im Fachwerkhaus
Sehr freundlich begrüßt eine Dame die Besucher. Der Eintrittspreis beträgt 4,50 Euro. Schon mit Einblick in die erste Stube wird der Besucher in die "gute alte Zeit" zurückversetzt. Und in den weiteren Stuben wie den Schlafzimmern von Busch und den Mägden wird diese an den zahlreichen an der Wand angebrachten Schildern unfassend erläutert. "Das Haus war immer voller fröhlicher, junger Mädchen" (Wilhelm Busch). Gerade die Utensilien im Mühlenraum, wie Mehlsäcke, Trichter und Mahlwerke erinnern an die Arbeit des Müllers.
Meck, meck, meck, plumps - da war der Schneider weg
Viele kleine Brücken befinden sich in unmittelbarer Nähe des Museums, einige davon wieder hergestellt. Ob dort die Idee von Busch zu seinem dritten Streich mit dem Schneider Böck entstand?
Neben der Wilhelm-Busch-Stube haben die Gäste noch die Möglichkeit, die Wilhelm-Busch-Scheune zu besuchen, in der es wechselnde Austellung gibt. Im Mühlengarten sind viele heimische Gemüse- und Obstsorten zu sehen.

