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Geschrieben von PM/ski am 03. Januar 2024
Region

Wissenschaft und Artenschutz zum Mitmachen

Mitzählen bei der "Stunde der Wintervögel" zwischen dem 05. und 07. Januar

Eine Haubenmeise. Foto: Frank Derer/NABU
Eine Haubenmeise. Foto: Frank Derer/NABU
Foto: Sebastian Hennigs/NABU
Foto: Sebastian Hennigs/NABU

Alle Jahre wieder: Vom 5. bis 7. Januar 2024 lädt der NABU zur mittlerweile 14. „Stunde der Wintervögel“ ein. Dann heißt es wieder: eine Stunde lang Vögel zählen und melden! Die mit der Citizen-Science-Aktion gewonnenen Daten über die heimische Vogelwelt helfen dabei, die Situation von Vögeln in Städten und Dörfern besser einzuschätzen. „Wir hoffen, so auch Erkenntnisse über Wintergäste zu gewinnen, die aus kälteren Regionen in Nord- und Osteuropa zu uns nach Deutschland kommen, beispielsweise Erlenzeisige, Bergfinken und Seidenschwänze. Auch wie sich Teilzieher wie Stare verhalten, ist für uns von großem Interesse“, sagt Gina Briehl vom NABU Niedersachsen.

Die „Stunde der Wintervögel“ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion. Im vergangenen Jahr zählten knapp 100.000 Menschen mit, davon 9.723 in Niedersachsen, die insgesamt 234.678 Vögel beobachteten. Am häufigsten sichteten sie den robusten Haussperling. Mitmachen ist simpel: Einfach eine Stunde lang die Vögel vor dem Fenster, im Garten oder im Park beobachten und anschließend die Ergebnisse dem NABU melden. Die Teilnehmenden machen alles richtig, wenn sie von jeder Art die höchste Anzahl an Vögeln notiert, die sie während einer Stunde gleichzeitig sehen konnten. Ein Zählhilfebogen mit den häufigsten Wintervögeln, der im Internet heruntergeladen werden kann, kann die Freiwilligen dabei unterstützen. Die Beobachtungen kann man dann unter www.stundederwintervoegel.de oder in der App „NABU Vogelwelt“ bis zum 15. Januar melden. Telefonische Meldungen sind am 6. und 7. Januar 2024 jeweils von 10 bis 18 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-1157-115 möglich.

Vögel richtig füttern

Der frühe und heftige Wintereinbruch Ende November stellte kein Problem für Amsel, Meise, Sperling und Co. dar. Ein langanhaltender Temperatursturz mit viel Schnee wäre eher am Ende des Winters kritisch, wenn die Energiereserven der Vögel und das natürliche Futterangebot schon weitgehend aufgebraucht sind. „Mit qualitativ hochwertigem Vogelfutter lassen sich die Tiere besonders bei kalten Temperaturen und Schnee unterstützen. Sonnenblumenkerne und Samenmischungen sowie Fettfutter sind dann willkommene Energiequellen, die viele Vogelarten gerne annehmen“, so die NABU-Mitarbeiterin.

Aber auch bei milderen Temperaturen dürfe gerne gefüttert werden, betont Briehl. Dabei gelte es jedoch einige Grundregeln zu beachten: „Das Wichtigste ist die Hygiene am Futterplatz: Massenfutterplätze, wie klassische Vogelhäuschen, sind keine gute Sache. Dort kommen viele Vögel miteinander in Berührung oder gar mit dem Kot anderer Tiere, wodurch schnell Infektionsherde entstehen können. Aufgrund der Kanten und Ritzen können sich Krankheitserreger einnisten, kann sich Feuchtigkeit halten und somit das Futter aufquellen, schimmeln und verderben.“

Hygiene und Katzensicherheit sind wichtig

Besser geeignet sind Futterröhren, in denen die Kerne und Samen nachrutschen, ohne feucht oder verunreinigt zu werden. Über Löcher mit Ansitzen an den Seiten picken die Vögel das Futter heraus. Auch freihängende Fettkolben oder -knödel haben sich bewährt: „Bei den klassischen Meisenknödeln gilt es unbedingt darauf zu achten, dass diese nicht in Plastiknetze eingewickelt sind. Die Vögel können sich darin verheddern und schwer verletzen“, warnt Briehl. Vogelfutter lässt sich übrigens wunderbar selbst herstellen: Vom Körnerherz über Futterglocke bis zum Apfelstamm gibt es einige Möglichkeiten, den gefiederten Freunden ein reichhaltiges Buffet anzubieten.

Nicht vergessen: Die Futterstellen katzensicher machen! Das heißt vor allem: diese stets in ausreichender Höhe und an gut einsehbaren Plätzen anbringen, damit Katzen ein Überraschungsangriff erschwert wird. Wer eine größere Artenfülle in seinem Garten erreichen möchte, sollte mehrere Futterstellen einrichten.

Der NABU Niedersachsen hat zur Winterfütterung ein kleines Info-Paket zusammengestellt: Dieses umfasst die umfangreiche Bauplansammlung für Futtergeräte und die ausführliche Farbbroschüre zur Vogelfütterung des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) mit vielen praktischen Tipps. Das Paket lässt sich gegen die Einsendung eines 5-Euro-Scheins beim NABU Niedersachsen anfordern, Stichwort „Vogelfütterung“, Alleestr. 36. 30167 Hannover.



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