Geschrieben von HTV am 06. März 2024
"Harz-Tourismus konnte sich gut behaupten"
Der Harzer Tourismusverband zieht Bilanz 2023 und blickt positiv auf das laufende Jahr



Der Harzer Tourismusverband (HTV) blickt in einer Pressemitteilung überwiegend positiv auf das vergangene Jahr 2023 zurück, das auch die touristischen Leistungsträger im Harz vor große Herausforderungen gestellt hat.
"Die Tourismusbranche musste in den letzten Jahren flexibel und teils auch kreativ mit Rahmenbedingungen umgehen, die es so noch nie gab. Unsicherheiten und geringe Planungshorizonte, Kostenexplosionen, der Arbeits- und Fachkräftemangel und vieles mehr verlangten den Verantwortlichen in den Verwaltungen, in den Unternehmen und Einrichtungen einiges ab", so der Verband.
In diesem nicht einfachen Umfeld konnte sich der Harz-Tourismus 2023 gut behaupten.
7% mehr Übernachtungen, aber noch kein Vor-Corona-Niveau
Mit ca. 8,1 Mio. Übernachtungen verzeichnete das Jahresergebnis in diesem Bereich eine Steigerung von knapp 7 % gegenüber dem Vorjahr. Noch konnte damit das Übernachtungsvolumen des Boom-Jahres 2019 nicht überall erreicht werden. Bis zu den damals generierten Übernachtungen von 8,56 Mio. fehlen noch ca. 5 %. Dennoch entspricht das Jahr 2023 den bis dato durchschnittlich erreichten Übernachtungen der Vorjahre bspw. 2017 und 2018.
Rückgang der Bettenkapazitäten in Sachsen-Anhalt
Betrachtet man die einzelnen Landesteile der Region, liegt der sachsen-anhaltische Teil noch ca. 9 % hinter dem Ergebnis von 2019, der Rückgang im niedersächsischen Teil fällt mit nur 2 % eher gering aus. Aber: Unterschiedliche Gründe führten im sachsen-anhaltischen Harz auch zu einem Rückgang der Bettenkapazitäten von ca. 5 %, allein im Bereich der gewerblich erfassten Betriebe. Unter dieser Voraussetzung sind die Übernachtungszahlen 2023 entsprechend zu bewerten, wie der HTV betont. Der Tourismus im Harz hat sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Betrachtet man die einzelnen Orte, konnten einige bereits an die Ergebnisse des bis dahin erfolgreichsten Tourismusjahres 2019 anknüpfen.
Investitionen, Waldspenden und Pflanzaktionen
Eine weitere gute Nachricht: Die Investitionstätigkeit der letzten Jahre hat sich fortgesetzt. Neue Bettenkapazitäten und Freizeitangebote entstehen, zahlreiche Unternehmen haben in ihre Qualität, in energetische Optimierungen und den Ausbau ihres Services investiert. Das Veranstaltungsgeschehen in der Region hat sich nach der Corona-Pandemie wieder normalisiert. Der Waldumbau ist in vollem Gang und die anfänglich negativen Reaktionen haben sich in positiven Aktionismus gewandelt. Waldspenden und Pflanzaktionen prägen zunehmend das Geschehen, sagt der HTV.
Unter diesen Voraussetzungen blickt der Verband zuversichtlich auf 2024 und hofft, trotz der quasi wieder ausgefallenen Wintersaison auf ein erfolgreiches Tourismusjahr, welches schon Ende des Monats mit dem Osterfest in die Frühjahrssaison startet.