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Montag, 24. Juni 2024
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Geschrieben von Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V am 09. Juni 2024
Region

Start des Naturschutzprojektes „Naturschatz Gipskarstlandschaft Südharz – Weidelandverbund & Biodiversität erleben“

Neues, großangelegtes Projekt fördert Hotspots der biologischen Vielfalt

Beeindruckende Geologie im Gipskarst. Foto: Gesche Gruwe, LPV Göttingen e.V.
Beeindruckende Geologie im Gipskarst. Foto: Gesche Gruwe, LPV Göttingen e.V.
Blick ins Auditorium. Foto: LPV Göttingen e.V.
Blick ins Auditorium. Foto: LPV Göttingen e.V.
Exkursion auf den Steinberg bei Scharzfeld. Foto: Firouz Vladi
Exkursion auf den Steinberg bei Scharzfeld. Foto: Firouz Vladi
Exkursion in die Gipskarstlandschaft. Foto: Astrid Mueller /LPV
Exkursion in die Gipskarstlandschaft. Foto: Astrid Mueller /LPV
Herausforderung Weidetierhaltung. Foto: Silke Staubitz /LPV
Herausforderung Weidetierhaltung. Foto: Silke Staubitz /LPV

Der Landschaftspflegeverband Landkreis Göttingen e.V. (LPV) startete am  Donnerstag, den 23. Mai 2024 mit mehr als 60 geladenen Gästen und Vertreter:innen aus Politik, Naturschutz, Landwirtschaft, Kommunen und Interessenverbänden offiziell das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte Projekt „Naturschatz Gipskarstlandschaft Südharz – Weidelandverbund & Biodiversität erleben“. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium fördern in diesem Programm Regionen, die einen besonderen Reichtum charakteristischer Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten aufweisen, sogenannte Hotspots der biologischen Vielfalt.

Artenschutz und Pflege der einzigartigen Landschaft

Bärbel Diebel-Geries, Vorsitzende des LPV, begrüßte die Gäste und wies auf diesen besonderen Hotspot der biologischen Vielfalt im Landkreis Göttingen hin, für den auf eine intensive Zusammenarbeit im Projekt nach dem bewährten kooperativen Ansatz aller regionalen Akteur:innen gesetzt wird. Eva Flinkerbusch, Fachgebietsleiterin Biotopschutz und -management, Schutzgebiete im BfN, freute sich sehr, das neue Hotspot-Projekt in der Antragsphase begleitet haben zu dürfen und lobte das vom LPV erarbeitete Konzept zur Förderung des Weidelandverbundes und der Biodiversitätsbildung. Sie wünschte dem Projektteam des LPV viel Erfolg bei der Umsetzung. Niedersachsens Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Christian Meyer, verwies in seinem Grußwort auf die herausragende Bedeutung der Südharzer Gipskarstlandschaft als einen Hotspot der Artenvielfalt und forderte ein stärkeres Bewusstsein für den Erhalt und die Pflege dieser einzigartigen Landschaft im östlichen Landkreis Göttingen. Marcel Riethig, Landrat des Landkreises Göttingen, gab seiner Hoffnung auf einen erfolgreichen Projektverlauf mit eindringlichen Worten über die Schönheit, den Wert und die Schutzbedürftigkeit der Region Ausdruck. Gleiches betonte der Geschäftsführer der niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, Karsten Behr, der den LPV als langjährigen, zuverlässigen Akteur und Partner in den Bereichen Naturschutz und Landwirtschaft würdigte.

Bei der anschließenden kurzen Exkursion zum Steinberg bei Scharzfeld mit der historisch wie geologisch bedeutsamen, zur „Steinkirche“ erweiterten Dolomithöhle, blühenden Orchideen auf wertvollen Kalkmagerrasen und den für deren Pflege unentbehrlichen vierbeinigen „Landschaftspflegern“ zeigte sich für alle, welcher Schatz im Südharz zu bewahren und zu fördern ist. Erläuterungen von Weidetierhalter:innen und Mitarbeiter:innen des LPV zu Flora und Fauna, landschaftspflegerischen Aspekten und der Problematik der Weidetierhaltung begleiteten die Tour.

Bekanntheitsgrad und Erlebniswert der Gipskarstlandschaft fördern

In den kommenden Jahren bis zum Oktober 2029 wird das Hotspot-Team des LPV zahlreiche Maßnahmen mit naturschutzfachlichen und bildungsorientierten Zielsetzungen umsetzen. Beispielhaft sind die Förderung und Aufwertung extensiv genutzter Grünlandstandorte, die Schaffung von Weidelandverbünden, Investitionen in die Weidetierhaltungsinfrastruktur sowie Maßnahmen zum Schutz charakteristischer Arten wie Braunkehlchen, Kammmolch und Mopsfledermaus. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Förderung des Bekanntheitsgrades und des Erlebniswertes der Gipskarstlandschaft gelegt. Die einmalige Naturraumausstattung soll mit nachhaltigen Bildungsangeboten und Veranstaltungen weiter in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden. „Für uns ist die Einbeziehung der Bevölkerung und eine enge Zusammenarbeit mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort wichtig. Nur gemeinsam können wir die umfangeichen Projektziele erreichen und damit diese einzigartige Kulturlandschaft mit ihren vielfältigen Lebensräumen fördern und weiterentwickeln“, erläutert die Projektleiterin Gesche Gruwe.

Projektbüro in Herzberg eröffnet

Der LPV unterhält neben seiner Geschäftsstelle in Göttingen seit Neuestem ein Projektbüro am Marktplatz 1-5 in Herzberg am Harz. Projektleiterin Gesche Gruwe und die Projektmitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Biodiversitätsbildung, Silke Staubitz, sind bereits vor Ort und freuen sich auf viele interessante Kontakte und zukünftige Kooperationen. Telefonisch ist das Büro unter 05521/8719929 erreichbar. Ab Juni 2024 wird das fünfköpfige Projektteam komplett sein und in engem Kontakt mit Akteurinnen und Akteuren im Projektgebiet an der Umsetzung der anspruchsvollen Aufgaben arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt werden auch feste Büro-Öffnungszeiten für persönliche Kontakte bekanntgegeben.

Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) sowie durch das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (MU), den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie den Landkreis Göttingen und die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung.


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