Geschrieben von Rolf Steinke am 11. Juli 2024
"So ein kleines Mauseleben kann schnell zu Ende gehen"
Im Mausefallen- und Kuriositätenmuseum in Güntersberge haben Mäuse keine Chance
Warum müssen Mäuse eigentlich gefangen werden? Diese Frage beantwortete Gabriele Knepper bei einer Führung an einem Sonntagnachmittag in ihrem Museum. Vor sehr vielen Jahren verbreiteten sich die Mäuse und wurden zu einer Plage, die Ernte drohte in Gefahr zu raten. Aber auch im Haushalt füllten sich die Nager den Magen, denn es gab noch keine Vorratsschränke wie in der heutigen Zeit.
Raffinierte Fallen
In der einstündigen Führung zeigte die Museumsbesitzerin zahlreiche Mausefallen. Einige waren Fallen, die den Mäusen das Weiterleben ermöglichten. Andere, so eine sehr kompliziert aufgebaute Falle, die letztendlich für die Maus im Wasserbad endet. Gabriele Knepper bezog auch die Besucher in ihre Führung mit ein. Sie erzählte, dass zahlreiche Fernsehsender und sogar die Bildzeitung über ihr privat geführtes Museum berichtet haben.
Kuriositäten der besonderen Art
Heute ist der Gang auf die Toilette fast schon Luxus. Im Museum werden sogenannte "Kackstühle" in sehr unterschiedlichen Sorten gezeigt. Besonders die Abbildungen mit den Babys auf der "Topfparty" sind sehenswert. Ein Telefongespräch von der Toilette aus war damals schon möglich. Die erste elektrische Waschmaschine und weitere Raritäten sind allesamt Originalstücke.
Sammler haben besondere Hobbys
Bevor Gabriele Knepper den Berichterstatter dieses Artikels und einige andere Besucher durch das Museum führte, fragte ein Mann nach alten Schlüsseln. Die Museumsbesitzerin zeigte dem Mann einige verrostete Schlösser mit den dazu passenden Schlüsseln. Im Gespräch mit LauterNEUES erzählte der Mann, dass es sein Hobby ist, diese zu sammeln.
Das Mausefallen- und Kuriositätenmuseum ist Samstag und Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Termine für Gruppen und Einzelpersonen sind auch wochentags nach telefonischer Absprache möglich.