Geschrieben von Rolf Steinke am 10. September 2024
"Glück Auf, Glück Auf, Glück Auf", schallte es mehrmals in Clausthal-Zellerfeld bei der historischen Bergparade
Hunderte Zuschauer feiern den 500. Geburtstag der Bergbehörde und den 100-jährigen Zusammenschluss von Clausthal und Zellerfeld in einem Stadtfest
1992 beendete das älteste Bergwerk im Harz, die Grube Hilfe Gottes in Bad Grund, die jahrhundertlange Bergbaugeschichte. In ganz Deutschland wurden vorher Kohlegruben geschlossen. Besonders das Ruhrgebiet war betroffen. Die damalige Bundes- und Landesregierung nahm keine Rücksicht auf die Bergleute und deren Familien. War damals die Entscheidung richtig? Nach einer politischen Kehrtwende der damaligen Kanzlerin Angela Merkel wurde die Kernernegie in den Ruhestand versetzt. Nun sollen die neuen Energien die Zukunft sein. Aber Politiker sind natürlich keine ausgebildeten Zukunftsforscher...
Bergleute sind traditionsbewusst
Pünktlich um 13:30 Uhr startete der große Festumzug in Richtung Marktkirche. Berg- und Hüttenvereine und Bergkapellen aus ganz Deutschland marschierten bei herrlichem Sommerwetter mit. Traditionsfahnen wurden präsentiert. Historische Bergmannsuniformen wurden getragen, besonders eindrucksvoll waren die Freiberger Bergleute. Immer wieder wurde von den Teilnehmern der bergmännische Gruß "Glück Auf, Glück Auf" zu den Zuschauern gerufen.
Empfang am ehemaligen Oberbergamt
Auf dem Balkon des früheren Oberbergamts begrüßte auch der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies die Umzugsteilnehmer. Viel Lob fand er für die Aufrechterhaltung der bergmännischen Tradition. Mit einer Abschlusszeremonie wurde die Bergparade beendet.
Urkunde von 1524 vorhanden
Das Landesbergamt für Bergbau ist inzwischen zuständig für Genehmigungsverfahren und Aufsicht im Bergbau, auch bei der Förderung von Erdöl und Erdgas, bei der Gewinnung von Erdwärme aus großen Tiefen beim Offshore-Bergbau.
Die älteste Urkunde, die auf die bergbehördliche Tätigkeit aus dem Jahr 1524 hinweist, liegt sicher verwahrt im Clausthaler Bergarchiv.