Geschrieben von PM Ein Harz am 08. November 2024
Die Ländergrenzen hemmen weiterhin Entwicklung des Harzes
EIN HARZ-Initiative sieht nach wie vor großen Handlungsbedarf

Drei Arbeitskreise, eine Erkenntnis: Die drei Ländergrenzen hemmen nach wie vor die Entwicklung des Wirtschaftsraumes Harz. Zu dieser Erkenntnis sind übereinstimmend die Mitglieder der Arbeitskreise Image, Mobilität und Wirtschaft der EIN HARZ – Initiative gekommen. In ihren jüngsten Sitzungen ging es um die weitere Arbeit der Initiative, die sich in ihrem 10. Jahr seit Gründung befindet.
Der Zusammenschluss von Kommunen, Wirtschaft und Hochschulen will weitere Projekte initiieren, die helfen, die Ländergrenzen zu überwinden. Dabei knüpfen die Mitglieder an bisherige Aktivitäten an, wie z.B. den Einsatz für eine direkte Anbindung an den Schienenfernverkehr. Laut Michael Reinboth zählt der Harz zu den wenigen Regionen in Deutschland, für die ein Anschluss bislang nicht vorgesehen ist. Aber auch die Planungen der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) für 2030 bzw. 2040 lassen diesbezüglich kein Zugehen auf den Harz erkennen.
Im Januar will die Initiative die Aufgabenträger an einen Tisch holen, um noch Verbesserungen zu erreichen. Eine bessere Mobilität war auch Gegenstand im Wirtschafts-Arbeitskreis. „Mobilität im ländlichen Raum muss neu gedacht werden, um den Bedarfen gerecht zu werden“, war zu hören. In der nächsten Zusammenkunft soll es dazu einen Impulsvortrag geben. Das Netzwerk „EIN HARZ“ hat sich im Laufe der Jahre zu einer festen Institution zwischen den unterschiedlichen Playern entwickelt. Darauf aufbauend wurde angeregt, die Stadtmarketings der Harzer Städte zu einem Austausch einzuladen, um gemeinsam über Maßnahmen zur Belebung der Innenstädte nachzudenken. Eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Handwerk ist ebenfalls angedacht. Kreishandwerksgeschäftsführer Wulfhard Böker wird künftig als Sprecher der vier Harzer Kreishandwerkerschaften an den Sitzungen teilnehmen. Böker: „Das Handwerk hat nach wie vor keine Lobby“.
Mit gemeinsamen Projekten will man die Innungsbetriebe mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Dabei könnte das bereits laufende E-CarSharing-Projekt als Einstieg dienen. Verbesserungspotenzial sehen die Mitglieder des Arbeitskreises Image auch bei der Innensicht und dem regionalen Denken der Harzer. Dazu sollen am Donnerstag, 23. Januar 2025 erste Projektideen entwickelt werden. Weitere Informationen zur EIN HARZ-Initiative und deren Arbeitskreise können beim Geschäftsführer der EIN HARZ GmbH Frank Uhlenhaut erfragt werden. Er ist unter der Telefonnummer 05321 / 7897527 oder per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.