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Donnerstag, 16. Juli 2026
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Geschrieben von PM Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz" am 02. Februar 2025
Region

Neues "Harz-Kursbuch" erschienen

Ein Handbuch für alle, die den Harz mit Bahn und Bus erkunden wollen

Foto: Michael Reinboth
Foto: Michael Reinboth

Das kleine Mittelgebirge Harz ist, was den öffentlichen Personennahverkehr betrifft, nach wie vor durch eine Vielzahl planender und mittelgebender Akteure geprägt, was es schwer macht, es per Bahn und Bus als Einheit zu erleben. Die Pläne der einzelnen Akteure – das sind die LNVG, der Regionalverband Braunschweig, die NASA und das Wirtschaftsministerium in Erfurt für die Schiene und wiederum die Region Braunschweig, aber dann der ZVSN und die Kreise Harz, Salzlandkreis, Mansfeld-Südharz und Nordhausen für den Bus und, quasi in einer Nebenrolle, auch noch die Harzer Schmalspurbahnen – sind auf ihre eigenen Zentren und Ziele ausgerichtet.

Das bekam der Harz jüngst erst wieder schmerzlich zu spüren, denn seit dem 15.12.24 sind die Verbindungen zwischen Herzberg und Bad Lauterberg einerseits und Altenau, Clausthal-Zellerfeld und Goslar andererseits in St. Andreasberg von der Region Braunschweig rigoros zugunsten einer Anbindung von Torfhaus an Altenau gekappt worden – ohne Vorgespräche und ohne die Chance für den ZVSN, hier noch irgendwie gegensteuern zu können.

Jeder Aufgabenträger – und jedes Verkehrsunternehmen – setzen zudem auf eigene Internetauftritte und eigene Formate für die Darstellung ihrer Fahrpläne. Eine gesamthafte Darstellung aller durch den Harz führenden Buslinien gibt es nicht.

„Der Harz gibt, was die Darstellung des ja durchaus vorhandenen guten Angebots an Bahn und Bus betrifft, ein trauriges Bild ab. Es gibt nicht einmal eine Übersichtskarte mit den Linien und den an ihnen liegenden Attraktionen und Wanderzielen. So ist es kein Wunder, dass er regelmäßig vom Individualverkehr geflutet wird. Man muss kein militanter Umweltschützer sein, um zu begreifen, dass derartige Blechlawinen dem kleinen Mittelgebirge einfach nicht guttun.“ Michael Reinboth von „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ hat da, ebenso wie alle Mitstreiter, eine klare Position.

„Elektronische Medien sind gut, wenn man weiß, was man will. Sie taugen nichts, wenn man sich erst einmal grundlegend über die Möglichkeiten, Ausflüge und Fahrten zu unternehmen, informieren will. Wie kann ich auf die Idee kommen, eine bestimmte Wanderung von A nach B zu unternehmen, wenn ich nicht einmal weiß, ob es dort Buslinien gibt und wie sie fahren. Man muss Anreize schaffen, um Bahn und Bus zu nutzen – nicht nur preislich.“

Die Initiative hat deswegen auch 2025 ihr „Handbuch für alle, die Bahn und Bus im Harz nutzen wollen“, das „Harz-Kursbuch“, wieder aufgelegt. Auf 200 Seiten bietet es alle grundsätzlichen Informationen zum ÖPNV um den und im Harz, nebst Übersichtskarten, Fahrplänen aller Linien, Wander- und Ausflugstipps und einer Fülle von Hinweisen (und Telefonnummern) zu Ausflugszielen.

„Wir sind etwas später dran als sonst, weil es immer schwieriger wird, das Material zusammen zu bekommen. Mitunter werden, wie in Niedersachsen, Fahrplanentwürfe als geheime Kommandosache betrachtet. Andere sind da offener. Allen gemeinsam ist, dass die Gültigkeiten munter gemischt werden. Ein einheitlicher Stichtag – das war einmal. Es hat aus unserer Sicht keinen Sinn gemacht, Fahrpläne zu publizieren, die 4 Wochen später schon nicht mehr gelten. Deswegen haben wir etwas gewartet.“

Soweit möglich, sind die „Sommerfahrpläne“ der Ausflugslinien mit berücksichtigt worden. Bei den HSB ist der Winterfahrplan abgedruckt, der zwar nur bis Ende April gilt – aber bei den HSB weiß man derzeit leider nie, wie es aufgrund des Mangels an Lokomotiven, Triebwagen und Personal weitergeht. Kurzfristige Anpassungen sind da immer möglich.

„Genau dafür gibt es dann die elektronischen Auskunftssysteme. Wenn man sich für eine Tour an einem bestimmten Tag entschieden hat, dann lohnt der Blick ins Netz, ob denn am bewussten Tage auch so gefahren wird – Baustellen, Streckensperrungen bei der Bahn und im Straßennetz, Personalmangel, Krankheitswellen, das alles kann man im Harz-Kursbuch nicht berücksichtigen. Es ist ein Handbuch, das in keiner Tourist-Information fehlen sollte, die ihre Kundinnen und Kunden über die Möglichkeiten von Bahn und Bus informieren will.“

„Höchste Eisenbahn“ bietet darüber hinaus gern (kostenlose) Schulungen und Workshops zum Thema ÖPNV am und im Harz an – man möge sich hierzu mit Michael Reinboth (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) in Walkenried in Verbindung setzen. Dies gilt auch für den Bezug der gedruckten Ausgabe des Harzkursbuches für 5 Euro. Online gibt es das Kursbuch auf http://www.suedharzstrecke.de.


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